Heimkinder warten auf Entschädigung für ihr Martyrium !

Alles rung um die Themen Heim- und Jugendarbeit

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 27.01.2019 01:38

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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*Bezüglich dem weiterhin fortbestehenden BUNDESMINISTERIUM DES INNERN und dem damals dazugehörenden BUNDESGESUNDHEITSAMT*.

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Bezüglich der Hauptverantwortung und Pflicht zur Aufarbeitung der Bundesregierung.

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Die damalige Zuständigkeit und Verantwortung der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für alles was auf ihrem Hoheitsgebiet mit Gesundheit zu tun hatte

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Abgeschlossene Aufarbeitung des Bundesministerium des Innern (BMI), dem damals auch das Bundesgesundheitsamt understand @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2018/06/hueter-der-ordnung.html :

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MELDUNG - MINISTERIUM

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

19.06.2018

Hüter der Ordnung [ circa 830-seitiger bebilderter Band ]

[ FOTO: Werbefoto für dieses vor sieben Monaten erschienene Fachbuch ]

Geschichtsinstitute legen Ergebnisse des Projekts zur Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte der beiden deutschen Innenministerien vor.

Heute wurde im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Buch "Hüter der Ordnung - Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus" vorgestellt. Das Buch fasst die Ergebnisse eines knapp vierjährigen Forschungsprojekts zusammen, in dem die Geschichte des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Ministeriums des Innern der DDR (MdI) erstmals systematisch untersucht wurde. Es stellt dar, mit welchem Personal beide Ministerien nach 1949 aufgebaut wurden, welche Prägungen die Bediensteten hatten und wie sich dies auf die Arbeit der Behörden auswirkte.

Dazu Bundesminister Horst Seehofer: "Heute, fast siebzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, leben wir im tolerantesten, freiheitlichsten und friedlichstem Deutschland, das wir je hatten. Dies hängt eng zusammen mit der Bereitschaft, sich ehrlich mit unserer Vergangenheit auseinander zu setzen und entsprechende Lehren zu ziehen. Das Forschungsprojekt sehe ich als wichtigen Teil dieser Auseinandersetzung."


Mehrheit der BMI-Mitarbeiter aus der Bürokratie des Nationalsozialismus

Zwar stammten nur ein Zehntel der Beamten des BMI aus dem Reichsinnenministerium, jedoch die Mehrheit aus der Bürokratie des Nationalsozialismus, so die Bilanz der Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und Prof. Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin). Meist waren dies Juristen aus der kommunalen Verwaltung, deren Berufseinstieg während der NS-Diktatur erfolgte. Während Belastete anfangs eher untergeordnete Posten erhielten, waren um 1960 zwei Drittel der leitenden Mitarbeiter (ab Referatsleiter) ehemalige NSDAP-Mitglieder und fast die Hälfte vormals Angehörige der SA.

"Die Bewerber mussten über ihren Lebenslauf Rechenschaft ablegen, allerdings wurden die Angaben kaum überprüft. Nicht wenige Beamte vermochten daher wesentliche Teile ihrer NS-Vergangenheit zu verschweigen. Sie passten sich der neuen demokratischen Ordnung an, aber oftmals bestanden etatistisch-autoritäre, nationalistische und stark antikommunistische Denkmuster fort, was sich in ihrer politischen Arbeit niederschlug", so Prof. Dr. Andreas Wirsching.

[ FOTO: Prof. Dr. Andreas Wisching bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

Der Band weist in vielen Bereichen nach, wie Gesetzesentwürfe aus dem Apparat des Bundesinnenministeriums an öffentlichen Protesten und dem Veto anderer politischer Gremien und Akteure scheiterten – wie etwa die Planungen zum Notstand, zum Presserecht oder zur Verfassung eines vereinigten Deutschlands.

[ FOTO: Staatssekretar Dr. Markus Kerber bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

Gegenüber jüdischen Minderheiten wählten die belasteten Mitarbeiter ebenfalls oft eine harte Linie, die einen Fortbestand älterer, zum Teil bereits vor 1933 üblicher Denkmuster zeigt. Auch in diesen Fällen entstand ein öffentlicher Unmut, der demokratische Lern- und Anpassungsprozesse in der Verwaltung förderte.


Alt-Kommunisten und junge Kader im Ministerium des Innern der DDR

[ FOTO: Prof. Dr. Frank Bösch bei seiner Rede. - Quelle: BMI ]

"Im Ministerium des Innern der DDR" erläutert Prof. Dr. Frank Bösch, "übernahmen Alt-Kommunisten und unbelastete junge Kader die Leitungsposten. Mitte der 1950er-Jahre waren dennoch immerhin rund ein Zehntel der leitenden Mitarbeiter ehemalige NSDAP-Mitglieder. Meist handelte es sich aber um jugendliche Eintritte während des Krieges, in den Expertenabteilungen aber auch um erfahrene Eliten."

Trotz der meist administrativ unerfahrenen Mitarbeiter gelang es dem Ministerium des Innern, eine Polizeiverwaltung und Administration aufzubauen, die die Machtstellung der SED sicherte.

In den zivilen und wissenschaftlichen Abteilungen dagegen knüpfte das ostdeutsche Ministerium stärker an etablierte Experten an, selbst wenn sie bürgerliche Lebensläufe aufwiesen und im Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten. Das galt besonders für die im MdI angesiedelten Leitungsstellen im Archivwesen und für den militärisch relevanten Wetterdienst, wo rund 30 Prozent der Abteilungsleiter früher der NSDAP angehört hatten.

Während das Bundesinnenministerium [ BMI ] am traditionellen Beamtentum und an der bisherigen Verwaltungspraxis festhielt, erfolgte im Osten ein kompletter Umbau [ des MdI ], um den Einfluss der SED zu stärken.



Informationen zum Projekt

[ FOTO: Vier Exemplare des Buches nebeneinander aufgestellt auf einem Tisch --- Buchvorstellung "Hüter der Ordnung" Quelle: BMI ]

Der circa 830-seitige bebilderte Band mit dem Titel "Hüter der Ordnung. Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus" ist im Wallstein-Verlag erschienen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie
hier [ Siehe @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2018/hueter-der-ordnung-zusammenfassung.html;jsessionid=EE011AD5B231FEBAAC35F71AFE7138FE.1_cid364 ].

Weitere Monographien und Aufsätzen zu verschiedenen Schwerpunktthemen sind geplant. Informationen dazu finden Sie auf der
Webseite des Forschungsteams [ Siehe @ https://geschichte-innenministerien.de/ ].

Begleitend zum Forschungsprojekt haben Studierende des Studiengangs Public History der Freien Universität Berlin die
virtuelle Ausstellung "Kontinuitäten, Brüche, Neuanfang. Umgang mit dem Nationalsozialismus in den beiden deutschen Innenministerien 1949 bis 1970" entworfen [ Siehe @ http://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/ ].



ARTIKEL

Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte beider deutscher Innenministerien [ Siehe @ https://www.bmi.bund.de/DE/ministerium/unsere-geschichte/ns-aufarbeitungsprojekt/ns-aufarbeitungsprojekt.html;jsessionid=EE011AD5B231FEBAAC35F71AFE7138FE.1_cid364 ]
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 28.01.2019 02:22

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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● Medikamententests und jegliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern.

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Abgeschlossene Aufarbeitung der Vergangenheit des Bundesministerium des Innern (BMI), dem damals auch das Bundesgesundheitsamt understand @ https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2018/06/hueter-der-ordnung.html :

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AMAZON @ https://www.amazon.de/H%C3%BCter-Ordnung-Innenministerien-Nationalsozialismus-Ver%C3%B6ffentlichung/dp/3835332066 (dort runter scrollen, und immer weiter runter scrollen) :

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Hüter der Ordnung: Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus (Veröffentlichung zur Geschichte der deutschen Innenministerien nach 1945) Gebundenes Buch – 19. Juni 2018

von Frank Bösch (Herausgeber), Andreas Wirsching (Herausgeber)

Als Forschungsteam verfasst von Frank Bösch, Martin Diebel, Frieder Günther, Franziska Kuschel, Lutz Maeke, Stefanie Palm, Maren Richter, Dominik Rigoll, Irina Stange und Andreas Wirsching.


Produktinformation

Gebundene Ausgabe: 837 Seiten
Verlag: Wallstein; Auflage: 1 (19. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783835332065
ISBN-13: 978-3835332065
ASIN: 3835332066
Preis:
34,90 Euro


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»
Altnazis dominierten das Innenministerium in dessen Gründerzeit. Eine Studie zeigt die Gefahr, die von den Beamten ausging.«
(Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 16.06.2018) [ Siehe »
Das vierte Reich« @ https://magazin.spiegel.de/SP/2018/25/157896414/index.html ]

»Es geht hier nicht nur um
die NS-Nachfolger im Westen, sondern auch im Osten. Erstmals.«
(Ronen Steinke, Süddeutsche Zeitung, 19.06.2018) [ Siehe »
NS-Kontinuitäten – Schweben über der Vergangenheit« @ https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-kontinuitaeten-schweben-ueber-der-vergangenheit-1.4020903 ]

»
Die Studie (...) macht deutlich, wie wichtig die zivilgesellschaftliche Kontrolle staatlicher Institutionen für eine demokratische Gesellschaft ist und bleibt.«
(Martin Hubert, Deutschlandfunk Andruck, 22.06.2018) [ Momentan leider nicht im Inernet aufzuspüren. ]

»Die Studie ›
Hüter der Ordnung‹ gibt jetzt einen umfassenden Einblick in den Umgang der unterschiedlichen Systeme mit der gleichen Vergangenheit.«
(Simon Köppl, MDR AKTUELL, 20.06.2018) [ Siehe »Studie zu Innenministerien in Ost und West --- Führende DDR-Funktionäre hatten NS-Vergangenheit ---
BRD: Zwei Drittel mit NSDAP-Parteibuch« @ https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/bundesinnenministerium-nationalsozialistisches-erbe-ddr-100.html ]


Rezension

Winfried Brinkmeier

5,0 von 5 Sternen

Die Innenministerien der BRD und der damaligen DDR in Bonn und Ost-Berlin

30. Oktober 2018

Rezension des Buches „Hüter der Ordnung – Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus“ von Frank Bösch & Andreas Wirsching, © Wallstein-Verlag, Göttingen 2018 --- ISBN 978-3-8353-3206-5

Frank Bösch ist Professor für Deutsche und Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Zentrums für Zeitgenössische Forschung Potsdam.

Andreas Wirsching ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin.

Die beiden Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter haben sich intensiv mit den Innenministerien in Bonn und in Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus befasst, die beide maßgeblich zum Aufbau und zur Konsolidierung der Bundesrepublik und der damaligen DDR beigetragen haben. Dies Buch entstand in enger Zusammenarbeit beider Institute und ihrer Mitarbeiter. Sie schildern, wie und mit welchem Personal dies geschah und welche politischen Folgen die jeweiligen Prägungen der Mitarbeiter hatten und wie sich die Verwaltungskultur in Ost und West veränderte. In 20 diversen Kapiteln unter 5 verschiedenen Überschriften erfassen sie die Thematik hervorragend. Anschließend erfolgt eine Bilanz über die beiden deutschen Innenministerien. Ein Abkürzungsverzeichnis, ein Quellen – und Literaturverzeichnis, ein Abbildungsnachweis, ein Verzeichnis der Autorinnen und Autoren sowie ein Personenregister ergänzen das Buch. Damit handelt es sich um eine auch von der Form her gute wissenschaftliche Arbeit, die allen Anforderungen genügt. Ich halte dieses Buch für ein hervorragendes wissenschaftliches Werk, das die schwierige Thematik genau betrachtet und beschreibt. Zudem ist es nachvollziehbar geschrieben und für Fachleute spannend zu lesen. Dies Buch zu lesen, war ein Genuss. Ich gebe dem Opus deswegen in meiner Gesamtbewertung 5 Sterne.

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 29.01.2019 03:49

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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BRD - Nachkriegsdeutsche Leitende Politische Persönlichkeiten mit NS-Vergangenheit im westdeutschen Bundesgesundheitsamt, das damals dem Bundesministerium des Innern understand:

Karl Haedenkamp (*26.02.1889 - †13.07.1955)
Franz Albert Redeker (*17.06.1891 - †16.09.1962)
Otto Taleus Eberhard Buurman (*10.11.1890 - †03.03.1967)


Genau diese hatten auch das Sagen, auf Bundesebene, insbesondere was damals, in den 1950er und 1960er Jahren, die medizinische Behandlung von Heimkindern und Insassen von Psychiatrien und Behinderten Einrichtungen betraf.

Besonders sie bestimmten was in Bezug auf Medikamententests im gesamten Bundesgebiet gestattet und hinnehmbar war und was nicht.



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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 30.01.2019 04:02

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").


Es kann sein, dass ich in meinen vorherigen und bisherigen Erklärungen in meinen hiesigen Beiträgen bezüglich dem damaligen westdeutschen Bundesdeutschen Gesundheitswesen die Verantwortungskette und Zuständigkeiten unzureichend dargestellt habe, da ich aus der Ferne (von Australien aus arbeitend) da bisher garnicht so richtig habe durchblicken können. Die Information, die ich Euch bisher zur Verfügung gestellt habe war zwar nicht falsch, aber sie war inkomplett. Ich weiß aber immer noch nicht wie ich sie jetzt am besten vervollständigen kann.

Kein Zweifel ----- es besteht und bestand definitiv, was
die obersten Bundesdeutschen Gesundheitsbehörden betrifft und betraf, ein Unterschied zwischen

Bundesministerium für Gesundheit“ („BMG“) ( Siehe
WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_(Deutschland) )

und

Bundesgesundheitsamt“ („BGA“) ( Siehe
WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesundheitsamt )

sowohl wie auch, somit, ein Unterschied zwischen dem „Bundesminister für Gesundheit“ ( Siehe „Bundesminister seit 1961“ in
WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_(Deutschland) (dort etwas runter scrollen) )

und

dem „Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes“ ( Siehe „Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes“ in
WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesundheitsamt (dort etwas runter scrollen) )

und auch aus dem Inhalt des folgenden Dokuments aus dem Jahre 2012 wird dies ersichtlich und noch einmal genau veranschaulicht:


QUELLE: https://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/30-jahre/article/813013/hiv-skandal-blutprodukte-seehofer-zerschlaegt-bga.html :

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Ärzte Zeitung, 11.05.2012

HIV-Skandal um Blutprodukte: Seehofer zerschlägt das BGA

[ d.h. Bundesminister für Gesundheit Horst Seehofer ( 1992-1998 ) („BMG“) zerschlägt das Bundesgesundheitsamt („BGA“) ----- „Die Regierung Kohl löste es schließlich am 30. Juni 1994 nach fast 600 Toten infolge HIV-verseuchter Blutpräparate auf.“ ]

[Horst Lorenz Seehofer (* 4. Juli 1949 in Ingolstadt) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er ist seit März 2018
Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat im Kabinett Merkel IV und seit 2019 Ehrenvorsitzender der CSU.“ ]


Anhaltendes Missmanagement im Bundesgesundheitsamt und HIV-kontaminierte Blutprodukte werden im Oktober 1993 zum Polit-Skandal. Seehofer greift durch, der Bundestag bildet einen Untersuchungsausschuss.

Berlin/Bonn, im Oktober und November 1993. Das Arzneimittelinstitut des Bundesgesundheitsamtes (BGA) hat dem Bundesgesundheitsministerium [BMG] jahrelang verschwiegen, dass in mindestens 373 Fällen der Verdacht bestanden hat, dass HIV-infizierte Blutprodukte in Verkehr gebracht worden sind.

Bundesgesundheitsminister Seehofer reagiert sofort: Er entlässt seinen zuständigen Abteilungsleiter Professor Manfred Steinbach. BGA-Präsident Professor Dieter Großklaus bittet auf Verlangen Seehofers um vorzeitige Pensionierung.

Später wird der Leiter Arzneimittelverkehr im BGA-Arzneiinstitut, Professor Gottfried Kreutz, suspendiert.

Binnen weniger Tage wird bekannt, dass sich möglicherweise weitere HIV-kontaminierte Chargen von Blutprodukten noch im Verkehr befinden.

Politik und Medien sind aufs höchste alarmiert, zumal sich in Frankreich ein ähnlicher Skandal abgespielt hat. Die "Ärzte Zeitung" startet vor dem Hintergrund wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung am 11. Oktober eine umfassende Serie zum Thema "Blut und HIV-Risiko".

Denn es sind die Ärzte, die von der Bevölkerung mit Fragen konfrontiert werden und die die Labortests machen müssen.

Damals unbekannt: HIV kann durch Blut übertragen werden

In vorliegendem Fall werden die Tests und notwendigen Beratungen jenseits der geltenden gesetzlichen Honorarbudgets vergütet.

Die Ursachen des Skandals reichen in die erste Hälfte der 1980er Jahre zurück. Damals wusste man noch nicht, dass HIV durch Blut und Blutderivate übertragen werden kann.

Zwar gab es schon Hepatitis-sichere hitzebehandelte Blutprodukte (Faktor VIII), die, wie sich später herausstellte, auch das HI-Virus vernichteten - man setzte diese Faktor-VIII-Präparate wegen ihres hohen Preises nicht zuletzt auch auf Druck von Krankenkassen nur bei Hämophilen ein, die sich noch keine Hepatitis erworben hatten.

Erst mit Wirkung ab dem 10. Oktober 1985 musste gespendetes Blut auf HIV getestet werden.

Das erste rekombinante Faktor-VIII-Präparat ist erst im Juli 1993 auf den Markt gekommen.

Aufgrund dieser Umstände wurden mehr als 1800 Hämophilie-Patienten mit HIV infiziert. Mitte Oktober 1993 sagt Bundesgesundheitsminister Seehofer den Opfern zu, einen mit zehn Millionen DM dotieren Hilfsfonds zu schaffen.

Die Mittel sollen von Bund, Ländern, DRK und Plasma-Herstellern kommen. Der Interessenverband Hämophiler fordert hingegen eine Entschädigung von 600 Millionen DM.

Arzneimittelrecht keine geeignete Grundlage für Schmerzensgeldansprüche

Das geltende Arzneimittelrecht und die darin vorgesehene Gefährdungshaftung der Hersteller erweist sich als unzulängliche Rechtsgrundlage, Schmerzensgeld und Schadensersatz durchzusetzen.

Der Grund: Die Betroffenen haben Produkte verschiedener Hersteller erhalten, die Kausalität der Infektion zu einem konkreten kontaminierten Produkt kann nicht hergestellt werden.

Vor allem die Versicherungen der Blutprodukte-Hersteller weigern sich hartnäckig, einen Beitrag für den Fonds zu leisten.

Für das Bundesgesundheitsamt naht das Ende. Die Behörde mit ihren über 3000 Mitarbeitern, so schlägt Seehofer bereits am 13. Oktober 1993 vor, soll aufgelöst werden; die einzelnen Institute sollen den Fachabteilungen des Ministeriums unterstellt werden.

Noch im gleichen Monat wird ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Die Zerschlagung des Bundesgesundheitsamtes ist der Gipfel eines unrühmlichen Kapitels der Gesundheitspolitik:

Alle Vorgänger Seehofers im Kabinett Kohl - Heiner Geißler, Rita Süssmuth, Ursula Lehr, Gerda Hasselfeldt - waren am Management der Großbehörde desinteressiert, entzogen ihr Mittel, verwendeten die eigenen Ressourcen für anderweitige Aufgaben oder politische Hobbys.

Sie alle haben ein komplexes Problem hinterlassen, dessen Lösung die Politik auf Jahre beschäftigen wird. (HL)

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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 24.05.2019 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 31.01.2019 02:39

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● Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen").

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Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :


Veröffentlicht am 23.01.2019 in Pressemitteilungen :

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TOP 34: Drucksache 19/1174 :

Wolfgang Baasch, MdL (
SPD) :

[ zur Person:
WIKIPEDIA: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Baasch

HOMEPAGE: https://www.wolfgang-baasch.de/

(23.01.2019) https://www.wolfgang-baasch.de/meldungen/alle-moeglichkeiten-der-aufarbeitung-nutzen-und-fortsetzen/ :

(23.01.2019)
http://www.landespresseportal.de/schleswig-holstein/item/33868-alle-m%C3%B6glichkeiten-der-aufarbeitung-nutzen-und-fortsetzen.html ]


Alle Möglichkeiten der Aufarbeitung nutzen und fortsetzen

Mittwoch, 23. Januar 2019 15:56

Mit dem öffentlichen Symposium „Die Vergangenheit im Kopf – die Zukunft in der Hand“ am 28. und 29. November 2018 hat sich der Landtag einem schrecklichen Kapitel Schleswig-Holsteinischer Geschichte gestellt.

Hier im hohen Haus kamen erstmals die heute erwachsenen Opfer des Missbrauchs in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Behindertenhilfe in Schleswig-Holstein zu Wort. Es war erschreckend von den Schmerzen, der Gewalt, der Gleichgültigkeit und der Herzenskälte zu hören, die diese Menschen als Kinder und Jugendliche ausgesetzt waren. Kinder und Jugendliche, die für Medikamentenversuche missbraucht wurden und schlimmster, schwarzer Pädagogik wehrlos ausgesetzt waren.

So etwas darf nie wieder vorkommen!

Beschämend ist aber auch, dass erst heute im Jahr 2018/2019 wir mit einer öffentlichen Aufarbeitung dieser Vorgänge beginnen. Lange wurde den ehemaligen Heimkindern nicht geglaubt. Obwohl ihre Erlebnisse lange bekannt sind, ist wenig - viel zu wenig - bisher passiert. Die Beratungsstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe in Schleswig-Holstein“ unterstützt seit 2017 Betroffene durch Beratung und bei der Antragstellung um Entschädigungsleistungen.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle leisten hier eine vorbildliche und anerkannte Arbeit. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung, die die Medikamentenversuche in Psychiatrien und Heimen in Schleswig-Holstein zwischen 1945 und 1975 untersucht, soll ihre Ergebnisse bis 2021 vorlegen. Dies macht deutlich, wie spät und wieviel zu spät wir uns jetzt diesem dunklen Kapitel Schleswig-Holsteinischer Geschichte stellen.

Mit dem Symposium haben Betroffene, haben die Opfer, Gehör im Landtag gefunden. Beeindruckend waren der Mut und die Klarheit mit der ehemalige Heimkinder - heutige Erwachsene - die Leiden und Qualen, aber auch ihre Albträume und Ängste, in aller Öffentlichkeit geschildert haben. Dafür gilt mein, gilt unser aller Respekt vor diesen mutigen, couragierten, manchmal aber auch bis an psychische Belastungsgrenzen gehenden Berichte.

Danke für Ihren aufrüttelnden und nie nachlassenden Einsatz um Anerkennung und Gerechtigkeit.

Nun ist es auch an uns dafür zu sorgen, dass im Rahmen der Aufarbeitung alle verfügbaren Informationen und Akten von Trägern, von Kliniken, Heimen, Einrichtungen und der Pharmazeutischen Unternehmen geöffnet und zur Verfügung gestellt werden. Mit unserem Handeln und unseren Möglichkeiten, müssen wir die wissenschaftliche Aufarbeitung in all ihren Aspekten - auch der schwarzen Pädagogik und der brutalen Gewalt durch die damals Verantwortlichen unterstützen. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Betroffene nicht durch bürokratische Hürden ein zweites Mal zu Opfern werden. Das gilt sowohl für Antragsfristen wie auch für zu eng gefasste Regelungen im Entschädigungsrecht. Wir sollten dabei die Arbeit der Stiftung Anerkennung und Hilfe und die Ergebnisse der Beratungen im Beirat der Stiftung intensiv begleiten.

Wir sollten darauf achten, dass Betroffene, die als Heimkinder schweres Leid in Schleswig-Holstein erlitten haben, im Alter, bei Krankheit oder im Pflegefall individuelle Unterstützungs- und Hilfestellungen bekommen. Hierzu wurde im Symposium ein sehr beachtenswerter Vorschlag unterbreitet, den wir unbedingt aufgreifen sollten! Diese Grundsätze haben wir im Sozialausschuss am 10. Januar 2019 gemeinsam als Konsequenz aus dem Symposium vom 28. und 29. November 2018 beschlossen.

Ich bin den Kolleginnen und Kollegen von CDU, Grünen, FDP und SSW außerordentlich dankbar, dass es uns gelungen ist, diesen gemeinsamen Beschluss als gemeinsames Versprechen auf den Weg zu bringen. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Vorsitzenden des Sozialausschusses, Werner Kalinka, der den vorliegenden Beschluss des Sozialausschusses gut vorbereitet und mit seiner offen-konstruktiven Art zu einem gemeinsamen Ergebnis geführt hat.

Die Verletzung und Missachtung von Menschrechten, die Misshandlung von Kindern und Jugendlichen, die in der Obhut des Staates eigentlich Schutz finden sollten, darf nie wieder geschehen.

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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 24.05.2019 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Wo in der Welt wurden Heimkinder entschädigt? - Umfang?

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 02.02.2019 08:12

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»Wo in der Welt wurden Heimkinder entschädigt? - Umfang der Entschädigung?« --- Entschuldigung geht Hand in Hand mit Entschädigung!

Entschädigung geht Hand in Hand mit Entschuldigung!



Dieses Video ist in der Mediathek nur noch bis zum 28.03.2019 verfügbar !

Der diesbezügliche Text jedoch bleibt weiterhin – für immer – im Internet bestehen:

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ARD - Das Erste - plusminus

vom Mi. 28.03.2018

Fragwürdiger Umgang mit Opfern der Heimerziehung

[ QUELLE: https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung-vom-28-03-2018-umgang-mit-opfern-der-heimerziehung100.html :

▬ Rund 470 Millionen Euro Schadensersatz für 800.000 misshandelte Heimkinder in West und Ost zwischen 1945-1975 [ sic = 800.000 waren es im Westen allein; hinzu kommen dann noch einmal 450.000 im Osten - MM ]
▬ Hilfsfonds läuft aus
▬ Fast 40 Millionen Euro verschlang Verwaltung
▬ Opfer bekamen statt Geld nur Sachleistungen, viel Bürokratie und Retraumatisierung
▬ Viele verzichteten deshalb auf [
diese]Entschädigung


Ellen K. auf den Spuren ihrer Kindheit. Eine harte, freudlose Zeit, die sie vorwiegend in Heimen verbrachte. Als Kind hier im katholischen Theresienheim in Saarbrücken, als Heranwachsende in einer Einrichtung in Köln. Sie erzählt: "Positives? Kann ich mich gar nicht erinnern. Liebevolles gab‘s da gar nicht. Nur halt immer Stress … Die hatten Stöcke, so Rohrstöcke. Das war auch schlimm. Die Kinder waren hilflos, wehrlos. Sie waren nichts. Sie waren ja wie eingesperrt in den Heimen."

Die schlimmste Erinnerung verbindet sie mit einem grapschenden Kaplan in der Saarbrücker Eligius-Kirche. Sie erzählt: "Ich habe dem ne Ohrfeige gegeben, weil er immer an einem rumgefummelt hat. Das habe ich mir nicht gefallen lassen. Und da hat er mich am Ohr aus der Kirche rausgezerrt und hat mich den Nonnen übergeben. Die Nonnen haben mich ins Zimmer gesperrt, es gab nichts zu essen."

Der Schein der Wiedergutmachung für 800.000 Heimkinder

Etwa 800.000 Kinder und Jugendliche lebten zwischen 1945 und 1975 in westdeutschen Heimen. Auch in der DDR waren Hunderttausende Kinder betroffen. Viele sind bis heute traumatisiert. Sie wurden Opfer körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt und mussten oft noch unbezahlte Zwangsarbeit leisten: in Heimen, in der Landwirtschaft und in Firmen.

Umso mehr freute sich Ellen K., als sie erfuhr, dass es materielle Hilfe für ehemalige Heimkinder gibt, denen übel mitgespielt wurde. Bis zu 10.000 Euro Sachleistungen pro Person. Plus Nachzahlungen in die Rentenkasse. Finanziert von Bund, Ländern und Kirchen. Die Initiative dazu kam vom Runden Tisch Heimerziehung. Der stellte 2010 in seinem Abschlussbericht gravierendes Unrecht in kirchlichen und staatlichen Heimen fest. Antje Vollmer, Moderatorin Runder Tisch Heimerziehung: "In der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik gab es sehr viele Orte des Bösen."

Statt finanzieller Entschädigung nur Sachleistungen und Bürokratie

Zwei Hilfsfonds zahlten für 800.000 Fälle in West und Ost etwa 472 Millionen Euro aus, allerdings fast 40 Millionen für die eigene Verwaltung. Rund 6000 Euro bekamen die Opfer im Durchschnitt – als Sachleistungen auf Antrag.

Damals hieß es auf einer Pressekonferenz mit Antje Vollmer:

▪ "Es wird sehr unbürokratisch sein."

▪ "Die Betroffenen müssten (...) gar keine Details und keine peinlichen Verhöre hinter sich bringen…"

Doch es gibt nicht einfach Geld aufs Konto, nur Sachleistungen. Jede Ausgabe wird akribisch geprüft. Eine aufwühlende Prozedur. Ellen K., ehemaliges Heimkind: "Seit dem Fonds, wo die mich so viele Sachen gefragt haben, macht mich das auch krank. Weil ich mich an so viel erinnern muss, was ich schon lange verdrängt habe."

Staatliche Bevormundung wie damals

Laut Fonds-Handbuch muss die Hilfe den ehemaligen Heimkindern persönlich zugutekommen. Ein neuer Kühlschrank oder eine Gebisssanierung. Auch Beerdigungskosten werden übernommen – aber nur dann, wenn sie gegenüber der Fondsverwaltung "zu Lebzeiten den ausdrücklichen Wunsch nach einem würdigen Begräbnis und Kostenübernahme" geäußert haben.

Ellen K. durfte zwar Möbel anschaffen und die Wohnung renovieren, der Fonds zahlte auch rund 3000 Euro Rentenbeiträge nach. Viel lieber aber wäre ihr ein bisschen Bargeld gewesen, für Notfälle oder um ihrem Enkel eine Freude zu machen. Aber das ist im Fonds nicht vorgesehen. Sie erzählt: "Ich wollte halt mit meinem Enkel Nico ins Disneyland Paris fahren. Und da gab es natürlich Schwierigkeiten mit der Buchungsbestätigung und dass die das nicht anerkannt haben. Das Kind halt nicht. Damit haben sie ja wieder mich bevormundet. Wie im Heim so ungefähr. Haben sie auch wieder bestimmt. Entweder du gibst das dafür aus oder du kriegst es nicht."

Das Bundesfamilienministerium begründet diese Praxis mit der Empfehlung des Runden Tisches. Schriftlich lässt man uns wissen: "Barleistungen waren in den Empfehlungen nicht enthalten". Das für die Fondsverwaltung zuständige Bundesamt für Familie wollte kein Interview vor der Kamera geben.

Enttäuscht verzichten viele Opfer auf Entschädigung

Der Berliner Sozialpädagoge Prof. Dr. Manfred Kappeler befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema. Er ist einer der schärfsten Kritiker des Hilfsfonds. Der Sozialpädagoge und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut erklärt: "Die ehemaligen Heimkinder haben wieder Gewalt erfahren in der Art und Weise, wie da bürokratisch mit ihnen umgegangen wurde bei dem Versuch, diese 10.000 Euro, die ihnen zugebilligt worden sind, auch für sich nutzen zu können. Es hat für ganz viele bedeutet, sich überhaupt nicht an diesen Fonds zu wenden, weil sie gesagt haben, diese Prozedur, die tun wir uns nicht an."

Wie Dirk Friedrich. Er verbrachte 14 Jahre in katholischen Heimen und erlebte Schläge und Psychoterror. Er lehnt die Fondslösung als viel zu niedrig ab und engagiert sich auch für andere Opfer. Der Vorstand des Vereins Ehemaliger Heimkinder legt dar: "Ich wollte nichts, weil das für mich eine Frage der Ehre ist, der Menschenwürde, und ich lasse mich nicht mit Almosen abspeisen. Ich wollte eine, dafür bin ich angetreten vor Jahren, ich wollte eine wahrhaftige Entschädigung bekommen. Wir müssen das mal beim Namen nennen. Es waren Verbrechen gegen die Menschenwürde und gegen Menschenrechte."

Runder Tisch Heimerziehung: Imagewahrung vor Kinderschutz

Die Mehrzahl der Betroffenen hielt das materielle Angebot für jahrelange Qualen schon damals für viel zu gering. In Irland etwa erhielten gepeinigte Heimkinder durchschnittlich über 75.000 Euro. In Deutschland kommen die Betreiber durch die Fondslösung sehr glimpflich davon.

Professor Dr. Manfred Kappeler, Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut: "Es ging immer um zwei Punkte: Schutz der Kirche, Schutz der Wohlfahrtsverbände, Schutz der Jugendbürokratie, Schutz des demokratischen sozialen Rechtsstaates Bundesrepublik. Das ist die erste Reaktion, die zweite Reaktion ist, es darf nichts kosten. Also es geht um Imagewahrung und es geht um Kostenabwehr. Das ist ein billiger und schäbiger Akt des Abspeisens gewesen, was beim Runden Tisch zum Schluss dabei rausgekommen ist."

Hoffnung auf mehr Entschädigung durch Europäischen Gerichtshof

In diesem Jahr läuft der Hilfsfonds aus. Dirk Friedrich und seine Mitstreiter setzen auf Eingaben beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sie wollen erreichen, dass die Auswüchse von damals als Menschenrechtsverletzung anerkannt werden. Das würde eventuell doch noch Chancen auf höhere Entschädigungen eröffnen. Ellen K. hat die Traumata der Kindheit nie ganz verwunden. Sie bekommt gerade mal 424 Euro Rente. Da sind die neuen Möbel nur ein schwacher Trost.

Neue Vereinbarungen über materielle Hilfen sind grundsätzlich nicht mehr möglich, die laufenden Anträge sollen in diesem Jahr bearbeitet sein.

Ein Beitrag von Wilfried Voigt

Stand: 29.03.2018 12:24 Uhr )

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Einer der wenigen dort aufgezeichneten Leserkommentare zu diesem Text, erst dieses Jahr dort abgegeben, lautet dann zutreffend wie folgt:

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Elvira am 03.01.2019 um 3:52 Uhr

Heimfonds-Entschädigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebte 11 Jahre im Kinderheim ( DDR ). Aber
die Entschädigung wurde durch Sachleistungen verrechnet und der Staat hat sich 19 % über die Mehrwertsteuer zurück geholt. Dieses Kriterium hat noch niemand erwähnt. Ich sehe es als Armutszeugnis wie wir in einen Rechtsstaat behandelt werden.

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 06.02.2019 03:07

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Ich habe am letzten Wochenende damit begonnen folgende RUNDMAIL an so viele Empfänger in Deutschland wie möglich zu senden, ohne den jeweiligen Empfängern anzuzeigen wer diese RUNDMAIL aktuell von mir zugeschickt bekommen hat.

Unter den Empfängern dieser RUNDMAIL sind viele ehemalige Heimkinder, diverse Unterstützer der ehemaligen Heimkinder, Fachleute und Wissenschaftler der Pädagogik und Psychology, Juristen und Professoren in den Rechtswissenschaften, Mediziner und Pharmakonzerne, Lehrer und Studenten, Historiker und Archivisten, Landes- und Bundespolitiker und Medien-Organiesationen groß und klein.

Aber genau wen in der Gesellschaft in Deutschland dieses Thema – die nachkriegsdeutsche Heimerziehungsgeschichte und die damalig existierenden politischen Begebenheiten – wirklich interessiert ist schwer zu sagen:

Niemand wird wissen wer diese RUNDMAIL erhalten hat – und wer nicht – es sei denn die Leute, die sie erhalten haben (und auch diejenigen, die sie nicht erhalten haben, aber sie jetzt hier erstmalig zu Gesicht bekommen), reden miteinander darüber und helfen somit mit eine weite informierte diesbezügliche Öffentlichkeit herzustellen:


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(1950er/1960er) Skandal / Skandale im BUNDESMINISTERIUM DES INNERN, dem Resort dem damals auch das BUNDESGESUNDHEITSAMT unterstand.

Falls es jemanden interessiert …

und es bisher noch von niemanden entdeckt worden ist …


Dieser Aspekt wird von mir behandelt in verschiedenen meinerseitigen Beiträgen im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum unter der Thread-Überschrift

»Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND [
klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen":

(
aber nicht nur in diesem Forum, sondern auch in vielen anderen Foren im internet ! )

(So. 20. Januar 2019, um 00:48 Uhr) @
http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1710#p1710

(Mi. 23. Januar 2019, um 05:31 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1711#p1711

(Do. 24. Januar 2019, um 05:35 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=1712#p1712

(Fr. 25. Januar 2019, um 04:54 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1713#p1713

(Sa. 26. Januar 2019, um 03:40 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1714#p1714

(So. 27. Januar 2019, um 01:22 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1715#p1715

(Di. 29. Januar 2019, um 01:39 Uhr) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1716#p1716

DW - Deutsche Welle - 04.11.2015 - Die braune Vergangenheit im Inneren
Zwei Drittel der Beamten Nazis
Demnach waren 1950 die Hälfte aller Mitarbeiter im Bonner Bundesinnenministerium ehemalige NSDAP-Mitglieder. Zwischen 1956 und 1961 lag der Anteil sogar bei 66 Prozent - der nach bisherigen Erkenntnissen höchste Anteil von ehemaligen Nazis in einem westdeutschen Ministerium überhaupt.

Prof. Dr. Christian Schrapper, 09.06.2006: „Die haben sozusagen ihre erbbiologischen Paradigmen nahtlos aus der NS-Zeit übertragen, und ich meine, sie trugen genauso wie die Erzieher vor Ort, meiner Ansicht nach sogar noch mehr, ganz erheblich dazu bei, dass wir diese menschenverachtende Situation hier in der Fürsorgeerziehung vorgefunden haben.

Simon Lissner, 11.5.2013: „Man wollte freilich nicht zugestehen, dass die Zwangsunterbringung und „Fürsorge“ darin bestand, das System der Nationalsozialistischen „Fürsorge“ für „unwerte“ Kinder und Jugendliche geradezu nahtlos in die junge Bundesrepublik übernommen zu haben und mithin nahe liegender Weise eigentlich davon zu sprechen wäre, es handle sich dabei um einen weiteren Rest des Nationalsozialismus, der sich in „althergebrachten“ Behörden und unter konfessionellen Kutten in die „Neuzeit“ rettete.

Peter Wensierski, 27.03.2006: „Die Jugendlichen sollten den Normen von Zucht und Ordnung angepasst werden. Das waren die vorherrschenden Erziehungsziele in den Heimen. Man hat nach dem Krieg in Deutschland in der öffentlichen Erziehung überhaupt nicht selbstkritisch reflektiert, was hat man in der Nazizeit gemacht, was hat man in den 30er Jahren gemacht, man hat einfach nahtlos da weiter gemacht.

Heimerziehung in Österreich [wo es auch nicht anders war], 18.01.2019:
https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Heimerziehung_in_%C3%96sterreich:
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Politik der Jugendfürsorge beinahe nahtlos wieder in eine biopolitische Richtung über. Im Schatten des faschistischen Menschenbildes wurden die Kinder drei Jahrzehnte als verwahrlost, unnütz und kriminell stigmatisiert und waren sowohl in privaten, kirchlichen wie auch in weltlichen Heimen in ganz Österreich jeglicher Art von Gewalt, insbesondere auch medizinischen Versuchen und Zwangsarbeit ausgesetzt.

FR - Frankfurter Rundschau - INTERVIEW MIT PSYCHOTHERAPEUT KAPPELER, 18.08.2009:
https://www.fr.de/rhein-main/opfer-damals-vergessen-11480501.html
In wie weit wirkte die Nazi-Ideologie in der Quälerei der Heimkinder fort?
Die Anstaltserziehung war auch schon vor 1933 ein autoritäres System. Die Nazis haben die Demütigungen und Misshandlungen dann noch verschärft. Nach dem Krieg ist das nahtlos fortgesetzt worden. Zum Teil wurden KZ und Zwangsarbeiterlager zu Erziehungsanstalten umfunktioniert. Die ehemalige Anstalt in Guxhagen in Nordhessen ist ein Paradebeispiel dafür. In Glücksstadt [Schleswig-Holstein] ließ man die Heimkinder sogar die KZ-Kleidung auftragen, um Geld zu sparen.

DER SPIEGEL, 31.10.2015 – Zeitgeschichte - Braune Diener des neuen Staats
[BRD] NS-belastete Spitzenbeamte zu Hunderten eingestellt
Der Anteil der Beamten mit brauner Vergangenheit im Bundesinnenministerium (BMI) sei "ausgesprochen hoch" gewesen. Schlimmer noch: Die "Affinitäten zum NS-Regime" ließen sich "anfangs auch in der konkreten Sachpolitik des BMI nachweisen".

Die Schirmherrin Antje Vollmer (2009-2010) am »Runden Tisch Heimerziehung« konnte und wollte dies aber weder wirklich sehen noch einsehen.


Eine Ihrerseitige Rückmeldung / Stellungnahme zu diesen Aspekten wäre mir angenehm.

Mit Besten Grüßen von Eurem Mitstreiter in Australien

Martin MITCHELL

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Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 08.02.2019 07:50

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Wie sich herausstellt lebte das "Dritte Reich" nach Ende des Zweiten Weltkrieges jahrzehntelang ungestört weiter, insbesondere auch in Schleswig-Holstein :

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In dieser Woche [wohl in der letzten Woche im Januar 1990] debattiert der schleswig-holsteinische Landtag über eine Untersuchung der [SPD] Regierung [Björn] Engholm [31. Mai 1988 bis 3. Mai 1993] zur „Renazifizierung“ des nördlichen Bundeslandes [insbesondere in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre, in den 1950er Jahren und in den 1960er Jahren].

Wir veröffentlichen Auszüge aus diesem einzigartigen Dokument zur Nachgeschichte der NS-Zeit :


Das braune Schleswig-Holstein
[ insbesondere in den 1950er und 1960er Jahren ]

AUS DER ZEIT NR. 05/1990

26. Januar 1990, 7:00 Uhr / Aktualisiert am 21. November 2012, 23:48 Uhr

Wie sich in Norddeutschland Verantwortliche, Nutznießer und Aktivisten des NS-Regimes der Entnazifizierung entzogen

Aus der Antwort der Landesregierung in Kiel zur Großen Anfrage der SPD-Fraktion (6. 12. 89, Drucksache 12/608):

Es gibt zahlreiche Publizisten, die behaupten, Schleswig-Holstein sei in den ersten Nachkriegsjahrzehnten ein Schlupfwinkel für Nationalsozialisten gewesen. Wie erklärt sich die Landesregierung diese Behauptung, und welche Gründe gab es für einen solchen Ruf?
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Erstmalig wiederbelebt 2012.

Sehr langer und detaillierter wirklich augenöffnender Artikel !

Um sich selbst eine eigene Meinung bezüglich dieser damaligen Sachlage bilden zu können begebe man sich bitte zum
ORIGINAL: ZEIT ONLINE @ https://www.zeit.de/1990/05/das-braune-schleswig-holstein/komplettansicht


Zur weiteren Information und unerlässlichen Weiterbildung siehe auch unbedingt: »Entnazifizierung in Schleswig-Holstein« @ https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Entnazifizierung_in_Schleswig-Holstein


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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 24.05.2019 13:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 10.02.2019 05:44

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Heutige schleswigholsteinische Ärzteschaft unzweifelhaft auf der Seite der damaligen Heimopfer und Psychiatrieopfer :

Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :

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QUELLE: Esther Geißlinger, ÄRZTEKAMMER SCHLESWIG-HOLSTEIN (Kein Datum vorhanden; mögliches Zeitfenster: Ende 2018 / Anfang 2019) @ https://www.aeksh.de/sie-waren-eben-einfach-bestien :

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„Sie waren eben einfach Bestien“

[ FOTO: Ehemaliges Heimkind Günter Wulf am Rednerpult im Plenarsaal im Kieler Landtag am Mittwoch, 28. November 2018 ]

Ehemalige Heimkinder wie Günter Wulf berichteten im Kieler Landtag von ihren traumatischen Erlebnissen während der Kindheit. Das Symposium führte dazu, dass Politik und Öffentlichkeit für ihr Leid sensibilisiert wurden.

Der kleine Günter war ein neugieriges Kind, das gern lernte und am liebsten draußen an der frischen Luft war, so erinnert sich der heute 59-jährige Günter Wulf an sein früheres Ich. Doch in den Augen des Personals der Vorwerker Diakonie in Lübeck war der Knirps aggressiv, wollte sich nicht unterordnen und musste darum mit kalten Bädern und Zwangsjacke ruhiggestellt werden. „Dabei hätte ich nur etwas Ruhe und eine Bezugsperson gebraucht“, sagt Wulf, der bereits als Kleinkind in die Einrichtung gesteckt wurde und bis zu seinem 18. Lebensjahr in psychiatrischen Heimen lebte. Darunter als längste Station in der Jugendpsychiatrie auf dem Hesterberg in Schleswig, in die Wulf 1969 eingewiesen wurde. Damals war er neun Jahre alt. Es war der Beginn einer Leidenszeit mit Hunger, Brutalität und „absoluter Lieblosigkeit“, berichtet er heute und fragt: „Warum behandelt man kleine Kinder wie Verbrecher?“

Um sein und andere Schicksale ehemaliger Patienten, die in den Nachkriegsjahren und bis in die 70er Jahre hinein ihre Kindheit in psychiatrischen Einrichtungen oder Heimen der Behindertenhilfe verbrachten, ging es bei einem Symposium im Kieler Landtag, zu dem der Sozialausschuss eingeladen hatte. Alle Betroffenen erzählen von Schlägen, Festbinden oder tagelanger Haft in düsteren „Bunkern“ oder „Besinnungsstübchen“, von drangvoll engen Schlafsälen, von harter Arbeit ohne Zeit für Spielen oder Schulbesuche. Sogar an Todesfälle, die das brutale oder gleichgültige Personal verschuldete oder zumindest nicht verhinderte, erinnern sich einige der Betroffenen. Und immer wieder berichten sie von ärztlichen Behandlungen, darunter Elektroschocks ohne Betäubung, und von Medikamenten. Selten wissen die ehemaligen Heimkinder, was ihnen verabreicht wurde und ob die Pillen ihnen helfen sollten oder an ihnen getestet wurden. Einig sind sich Frauen und Männer, die im Plenarsaal des Kieler Parlaments das Wort ergreifen: Der Aufenthalt in der Psychiatrie habe ihr Leben nachhaltig geprägt, die Gesundheit angegriffen und Chancen auf Bildung und Karriere verdorben. So ging es auch Günter Wulf, dessen Vortrag der ausführlichste des Symposiums war – und sicher der, der für die Menschen im Saal am schwersten zu ertragen war. Viele Zuhörer, darunter Mitglieder des Sozialausschusses und Gesundheitsminister Dr. rer. pol. Heiner Garg (FDP), kämpften mit den Tränen und fanden hinterher kaum Worte, um das Gesagte zu würdigen.

Nach einer kurzen Schulzeit erhielt der Achtjährige das Prädikat „bildungsunfähig“, offenbar war er zu „unruhig“ für die Klasse gewesen. Mit neun Jahren wurde der Junge zum Hesterberg geschickt, die Abteilung für Kinder und Jugendliche des Landeskrankenhauses für psychisch Kranke in Schleswig: „Ich kam dort in die geschlossene Abteilung, wurde gleich am ersten Tag in die Zwangsjacke gesteckt und erhielt heftige Medikamente“, berichtet Wulf. „Ich lallte nur noch.“ Jeden Tag gab es Tropfen und Tabletten, die zu Speichelfluss und Krämpfen in der Zunge führten. „Manchmal kippte ich um, weil ich kein Gefühl im Fuß hatte“, so Wulf. Er erinnert sich auch, dass ein Arzt häufig aufwendige Untersuchungen machte, um sein Blutbild zu kontrollieren. „Könnte ich unter den Probanden für Medikamententests gewesen sein?“, fragt Wulf sich heute.

Dass es Tests gab, ist durch zahlreiche Quellen belegt. Seit einigen Jahren berichten Medien über diese Fälle. Und die Pharmakologin Sylvia Wagner aus Krefeld hat für ihre Doktorarbeit Archive und historische Fachzeitschriften ausgewertet und Hinweise auf entsprechende Testreihen gefunden. Es gab die Fälle bundesweit, auch in Schleswig-Holstein. So ließ etwa ein Pharmakonzern ein neues Neuroleptikum an Kindern in einem katholischen Heim in Essen testen, zitierte die „Zeit“ aus Wagners Arbeit.
Für Schleswig-Holstein soll nun eine eigene, genauere Studie erstellt werden. Die Federführung liegt bei Prof. Cornelius Borck, Direktor des Instituts für Medizingeschichte an der Universität Lübeck, der gemeinsam mit Christof Beyer, Kulturwissenschaftler und Mitarbeiter des Instituts, das Projekt vorstellte. Das Team steht mit seiner Forschung noch am Anfang, in zwei Jahren sollen Ergebnisse vorliegen. Neben den Berichten der Zeitzeugen, also damaliger Heimkinder, die in einem Zeugen-Seminar zu Wort kommen sollen, hoffen Borck und seine Kollegen, in Archiven auf Akten, alte Festschriften oder Berichte zu stoßen, die sie auf die Spuren der Tests bringen. Unter anderem könnten Standesblätter eine wichtige Quelle sein, in der Mediziner über ihre Tests berichtet haben könnten.
Denn Unrechtsbewusstsein, gar Schuldgefühle, gab es offenbar bei den damals Beteiligten nicht. Auch die Gründe dafür und den rechtlichen wie gesellschaftlichen Rahmen, in dem sich die Tests abspielten, will das Forschungsteam erhellen, „was für uns heute nicht mehr vorstellbar ist“, so Borck.
Er erinnerte an die großen Umwälzungen, die in den 1960er und 70er Jahren die bis dahin gültigen Regeln in der Gesellschaft und auch in der Psychiatrie auf den Kopf stellten. Auch der Zeitfaktor spielte eine Rolle: Erst nach und nach verschwanden die Ärzte, die in der NS-Zeit ausgebildet wurden oder schon damals eine unbarmherzige Rolle spielten. Als Beispiel nannte Beyer den Arzt Hans Heinze, der für Medikamententests verantwortlich und während des Krieges bereits aktiv an der Euthanasie von Psychiatriepatienten beteiligt war.
„Unsere Arbeit hat keinen Einfluss auf Entschädigungen oder Hilfen für Betroffene“, betonte Borck. Der Auftrag laute, Art und Umfang der Geschehnisse sichtbar und damit das Leid öffentlich zu machen. Auf eine Frage aus dem Publikum nach der juristischen Schuldfrage sagte er: „Die Psychiatrie war auch damals kein rechtsfreier Raum.“ Aber es müsse untersucht werden, wie das damalige Rechtsverständnis war. „Ein Problem ist, dass Proteste des Patienten als mangelnde Einsicht und damit als Zeichen der psychischen Krankheit gesehen wurden.“ Dass dieser Satz bis in die heutige Zeit nichts an Bedeutung verloren hat, zeigen die Berichte der Zeitzeugen, etwa Franz Wagle, der jahrelang um Anerkennung als Opfer kämpfen musste.

Welcher Geist und Umgang vor den Psychiatriereformen der 70er Jahre herrschte, berichtete die Historikerin Ulrike Winkler, die über Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Diakonie geforscht hat. Behinderte galten als „ewige Kinder“, die sich nicht in die Gesellschaft einfügen konnten, daher in Einrichtungen außerhalb untergebracht waren. Statt sie zu fördern, wurde Kindern nur beigebracht, was sie für den Alltag und die Arbeit im Heim brauchten; Kartoffeln schälen, putzen, Gartenarbeit. Das bestätigten Berichte ehemaliger Heimkinder: „Putzen habe ich gelernt“, berichtete die heute 82-jährige Barbara Kähler. Sie wurde bereits als Kind in eine Einrichtung eingewiesen und arbeitete 30 Jahre lang als Putzfrau auf dem Gelände. Wenn sie Fehler machte, kam sie in den „Bunker“, wo sie auf einer Matratze auf dem Boden schlafen musste. Der Bunker bedeutete nicht nur Enge, Kälte und Dunkelheit, sondern auch den Verlust der letzten Würde. Denn es gab nicht einmal eine Toilette oder auch nur einen Eimer für die Notdurft.
Viele Tätigkeiten, zu denen Heim­insassen gezwungen wurden, waren schlicht nutzlos. So beschäftigten sie sich den ganzen Tag damit, Plättchen auf ein Spielbrett zu legen oder Holzstäbchen in eine Form zu stecken. Die Stärksten wurden als Pflegekräfte für die Schwächeren eingesetzt, inklusive Nachtwachen und Medikamentengabe. Auch diese Verhältnisse untereinander führten in den engen Mehrbettzimmern zu Gewalt und Missbrauch, wie Betroffene berichteten.
„Ich kann alle Aussagen zu Gewalt bestätigen“, sagt Winkler, die rund 120 Interviews mit ehemaligen Heimkindern geführt hat. Ein Auszug aus dem Katalog der Grausamkeiten: Schläge mit Dachlatten, Haare ziehen, Beschimpfungen. Bettnässer mussten ihre nasse Wäsche in den Händen halten. Es gibt bestätigte Berichte, wie Diakonissen „ein schmächtiges Würmchen auf den Boden pressen. Eine hielt den Kopf fest, die andere schaufelte das Essen in den Mund. Was das Kind erbrach, wurde wieder hineingeschaufelt.“

Es war normal, Kinder einzusperren und zu fesseln. Es gab Medikamente, um die Kinder ruhigzustellen, Gehirn-OPs, damit „das Benehmen besser wird“.
Prof. Renate Schepker, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv, erklärte in Kiel, mit welcher Haltung die damaligen Ärzte sich ihren kleinen Patienten näherten: im Geist der NS-Zeit, der noch durch die Psychiatrie wehte. Die „Fehler“ wurden als angeboren und nicht behebbar angesehen. Zu viel Geld sollte die „Verwahrung“ der „Schwachsinnigen“ nicht kosten, das Budget betrug Ende der 50er Jahre sechs Mark pro Tag und Kind. Zwei Lehrer kümmerten sich um 420 Kinder auf dem Hesterberg, heute betreut in ähnlichen Einrichtungen eine Lehrkraft sechs Kinder. Vier Ärzte waren für 470 Kinder zuständig. Statt Therapie gab es Medikamente, die noch gar nicht oder jedenfalls nicht für Kinder getestet waren: „Die Ärzte haben es einfach probiert“, sagte Schepker. „Als Ärztin finde ich das am schlimmsten.“
Wie konnte es damals passieren, und vor allem: „Könnte so etwas wieder passieren, und wie können wir es verhindern?“ Diese Frage stellt sich Dr. Henrik Herrmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein (siehe auch Seite 3). Zwar seien erst Mitte der 60er Jahre klare Richtlinien für Tests erlassen worden, aber „mit der berufsständischen Ethik war es bereits vorher nicht vereinbar, Menschen Schaden zuzufügen und gegen ihren Willen Tests zu machen“. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Geschehnisse im Bewusstsein zu behalten, sagt Herrmann, auch als Mahnung an heutige Mediziner. „Sicher wird es in dieser Form nicht mehr vorkommen, dazu haben sich zum Glück die Psychiatrien zu stark gewandelt. Aber in subtilerer Form mag es durchaus zu der Frage kommen, ob eine bestimmte Behandlung wirklich dem Wohl des Patienten dient oder ob etwas getan oder unterlassen wird, weil ökonomische Interessen im Spiel sind.“

Auf die Frage nach dem Warum haben die Betroffenen eine schlichte Antwort: „Die Täter waren eben einfach Bestien“, so Günter Wulf. Die damaligen Ereignisse wirken bei ihm und den übrigen Betroffenen bis heute nach. Sei es durch Traumata und körperliche Folgeschäden, aber auch, weil die damals versagte Förderung den Heimkindern lebenslang Chancen verbaute, daran erinnert die Historikerin Winkler. So lernten einige Mädchen und Jungen statt des Alphabets nur eine verkürzte „Spurschrift“. Darunter litten besonders die Kinder, die nicht „schwachsinnig“ waren, sondern wegen „schlechten Betragens“ oder „Unruhe“ im Zwangssystem Heim steckten. Viele von denen, die den Schritt an die Öffentlichkeit wagen und auf der großen Bühne des Plenarsaals über ihr Leiden berichten, haben trotz der Jahre im Heim und geringer Förderung Berufe erlernt – offenkundig waren sie also trotz anderer Diagnosen in der Kindheit in der Lage dazu.
Seit einigen Jahren kümmert sich die Stiftung „Hilfe und Anerkennung“ um die Betroffenen, die dort eine Anlaufstelle haben. Im Fonds der Stiftung liegen 290 Millionen Euro, die unter anderem von den Kirchen eingezahlt wurden. Damalige Heimkinder können Geld zugesprochen bekommen (siehe Infoleiste).
Vielen ehemaligen Heimkindern reicht das nicht. Vor allem kritisieren sie, dass im Beirat der Stiftung Vertreter von Kirche und Land, also der ehemaligen „Täterorganisationen“ sitzen und dass viele Betroffene heute weiter oder immer noch von diakonischen Einrichtungen betreut werden: „Das schafft nicht mal die Mafia, dass sie zweimal an den Leuten verdient“, so Eckhard Kowalke, Künstler aus Eckernförde und Vorsitzender des Vereins ehemaliger Heimkinder.
Diese Beschuldigungen träfen ihn, sagte Heiko Naß, Landespastor des Diakonischen Werks, in einer Veranstaltungspause. Inhaltlich kommentierte er den Vorwurf nicht: „Ich stelle nicht infrage, was Betroffene sagen.“ Doch die ehemaligen Heimkinder wollen Antworten und eine deutliche Entschuldigung.
„Die Uhr tickt“, sagt Franz Wagle, der Stellvertreter Kowalkes im Verein ehemaliger Heimkinder. „Bei mir rufen 80-Jährige an, die kein Dach über dem Kopf haben und denen es dreckig geht.“

Ein weiteres Problem des Anerkennungs-Fonds ist, dass viele der ehemaligen Heimkinder nichts von der Chance auf eine Entschädigung wissen, nicht die Kraft für das Antragsverfahren haben oder bereits verstorben sind. Und selbst wenn noch weitere Betroffene ihre Forderungen stellen, wird mutmaßlich Geld im Topf übrig bleiben. Elsa Nicklas-Beck, die als Betroffene im Beirat der Stiftung sitzt, schlug daher vor, das Geld nicht an die Kirchen zurückfließen zu lassen, sondern daraus einen Unterstützungsfonds zu machen, der den anerkannten Opfern von Heim-Gewalt hilft, wenn sie pflegebedürftig werden. Denn im Alter wieder in ein Heim zu müssen, sei nach der Leidensgeschichte in der Jugend schwer erträglich. Der Vorschlag war auch für die Politik neu, traf aber durchaus auf Zustimmung: „Darüber werden wir sprechen“, sagte Dr. Maret Bohn (Grüne), und Birte Pauls (SPD) stimmt zu: „Eine bedenkenswerte Idee.“

Außerdem war für die Abgeordneten klar, dass „der Weg der Aufarbeitung“ mit dem Symposium nicht vorbei sei, so Dennys Bornhöft (FDP). Werner Kalinka (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses, mahnte zur geplanten Studie über die Medizintests an: „Ich will nicht nur hören, wie es zeithistorisch gesehen wurde, sondern wer die Verantwortung trägt.“ Er wolle allerdings keine falschen Erwartungen wecken: Die Rolle der Pharmafirmen sei vermutlich schwer zu erfassen, allein weil Unternehmen teilweise fusioniert hätten oder vom Markt verschwunden seien. Aber wenn es Tote durch Misshandlungen gegeben habe, sei das ein Fall für die Staatsanwaltschaft: „Deren Möglichkeiten sind größer.“ Und Mord, das war mehrfach zu hören, verjährt schließlich nicht. Sozial- und Gesundheitsminister Garg betonte, dass es bei der Aufklärung der Fälle „nicht um den Schutz von Organisationen gehen darf, sondern es muss um die Opfer gehen“. Aber wird tatsächlich etwas passieren? Eckhard Kowalke war froh, dass er und andere Betroffene im Plenarsaal des Landtags zu einem großen Publikum sprechen durften. Aber was die Zukunft angeht, ist der Künstler skeptisch: „Wir werden sehen, ob nun etwas folgt oder ob es bei Worthülsen bleibt“, sagte er.

Es wäre nicht das erste Mal, daran erinnerte Ursula Schele, die sich in der Diskussion zu Wort meldete: „Die Berichte gibt es seit 15 Jahren, sie liegen in den Schubladen“, sagte die ehemalige Ombudsfrau der Nordkirche für sexuellen Missbrauch. Sie war zurückgetreten, weil ihrer Meinung nach „die Opfer gegen Wände laufen“. „Dass man es ihnen hier zumutet, Zeugnis ablegen zu müssen, um etwas zu bewegen, macht sprachlos. Es gibt große Worte von Politik und Trägern, aber es fehlt immer noch ein Entschädigungsgesetz auf Bundesebene.“ Günter Wulf verlangte vor allem einen scharfen Blick auf heutige Einrichtungen: „Mein Hauptanliegen ist, dass die Kinder in Heimen, die Älteren in der Pflege und Menschen mit Behinderungen in ihren Einrichtungen menschenwürdig untergebracht sind.“

Esther Geißlinger
Fotos: Esther Geißlinger

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https://www.aeksh.de/ueber-uns/kurzprofil )

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 15.02.2019 09:18

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Wie auch bei diesem Beitrag und in allen vorhergehenden und noch kommenden Beiträgen hier in diesem Thread, befassen wir uns immer noch und auch weiterhin mit dem Thema: "Frei zur Verfügung stehendes Menschenmaterial" : "Uneingeschränkte und unkontrollierte Experimentation an Kindern und Jugendlichen in nachkriegsdeutschen Heimen und Anstalten" :

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Ich präsentiere diese von dem im HEIMKINDER-FORUM.DE tätigen Boardnutzer »Ralf B« entdeckte Information, auf die er uns in dem dortigen diesbezüglichen Thread @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=581262#post581262 aufmerksam gemacht hat, hier jetzt mal wie folgt:

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aus Heidelberger Jahrbücher, Volume 14,
by H. Schipperges, Universitäts-Gesellschaft

[ @
https://books.google.com.au/books?id=89yfBgAAQBAJ&pg=PA228&lpg=PA228&dq=%22Die+klinische+Pr%C3%BCfung+von+Noxiptilin+im+Rahmen+einer+Gemeinschaftspr%C3%BCfung+in+f%C3%BCnf+psychiatrischen+Krankenh%C3%A4usern%22&source=bl&ots=_HxZAq1BxW&sig=ACfU3U3kTFo1h86tNPWSdRfmAg2oT3YXoA&hl=en&sa=X&ved=2ahUKEwjfz97637rgAhWIM48KHWo8Ai0Q6AEwAHoECAEQAQ#v=onepage&q=%22Die%20klinische%20Pr%C3%BCfung%20von%20Noxiptilin%20im%20Rahmen%20einer%20Gemeinschaftspr%C3%BCfung%20in%20f%C3%BCnf%20psychiatrischen%20Krankenh%C3%A4usern%22&f=false ]

Seite 228-229:

IMMICH, Herbert

[ ……… ]
In: Arch. Kinderheilk. 180 (
1969) 38-47 * (u.a.) Psychopharmakologische Gemeinschaftsuntersuchung mit einem Antidepressivum. In: Arzneimittel-forsch. 19 (1969) 488-489 * (u.a.) Die klinische Prüfung von Noxiptilin im Ramen einer Gemeinschaftprüfung in fünf psychiatrischen Krankenhäusern: Ebda S. 893-895 * Methodische Aspekte in der experimentellen Ophthalmologie. [ ……… ]

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und (irgendwie) auch erwähnt in:

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Zeitschrift für Kinder und Jugendspychiatrie und Psychotherapie, Jahrgang 46 / Heft 1 / 2018
by Hofrege

Themenschwerpunkt
Störungen und Affektregulation

[ @
https://issuu.com/hogrefegroup/docs/kij.2018.46.issue-1?e=9315568/67294367 ]

.

Des Weiteren siehe auch:

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://en.wikipedia.org/wiki/Noxiptiline und

WEITERE QUELLE: PubChem CID: 21087 @ https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/Noxiptiline#section=Top :


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Noxiptiline
Chemical Names: Noxiptiline; Noxiptilin; Noxiptyline; UNII-DF7D3NY7EL; Noxiptiline [INN:BAN:DCF]; DF7D3NY7EL


MeSH Entry Terms

3.4.1.

1. agedal
2. Bayer 1521
3. Bayer-1521
4. dibenzoxin
5. Elronon
6. noxiptilin
7. noxiptilin hydrochloride
8. noxiptilin monohydrochloride
9. noxiptyline
10. noxyptyline

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Noxiptiline wurde anscheinend erstmalig in den 1970er Jahren in Europa in Umlauf gebracht, also mehrere Jahre nachdem es vor und in 1969 in fünf psychiatrischen Krankenhäusern in Klinischen Prüfungen Anwendung fand. !!

In folgender Veröffentlichung, in Englisch, jedoch, ist von Tier-Experiementen in 1970 mit Noxiptiline die Rede. Das war aber nicht in Deutschland so, denn dort wurde ja in 1969 schon mit Noxiptiline an Kindern und Jugendlichen in fünf psychiatrischen Krankenhäusern experimentiert, wie es in deutschen Kinderheilkunde-Archiven festgehalten ist (siehe oben) !! :

QUELLE: https://eurekamag.com/research/043/684/ :

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Cocchi, A.; Andreola, M.L., 1970: Morphological aspects of administration of noxiptiline (BAY 1521) in animal experiments.
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QUALEN: Donauwörth, katholisches Kinderheim Heilig-Kreuz

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 25.02.2019 08:44

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Der letzte der vorhergehenden Beiträge zu diesem Thema wurde von mir hier in diesem Thread getätigt am Samstag, 28. April 2018 um 02:36 Uhr @ https://www.erzieherin-online.de/diskussion/brett/viewtopic.php?p=9479#p9479 und jetzt gibt es etwas Neues zu diesem katholischen Kinderheim zu berichten:

Kinderheim Donauwörth

Erschütternder Bericht zu Missbrauch in Donauwörther Kinderheim

QUELLE: BR.de - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/erschuetternder-bericht-zu-missbrauch-in-donauworther-kinderheim,RIhmAQ5 :

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[ Kinderheim Donauwörth ]

[ FOTO: „BILD - Im ehemaligen Donauwörther Kinderheim kam es zu psychischer, physischer und sexueller Gewalt - das belegt der Abschlussbericht über die Vorfälle. - © BR/Judith Zacher“ --- „Pressekonferenz zum Abschlussbericht über Missbrauchsfälle im Donauworther Kinderheim | Bild: © BR/Judith Zacher | Media: © BR/Judith Zacher“ ]

[ SCHLAGWÖRTER: „
katholisch; Sexueller Missbrauch; Kinderheim; Heilig Kreuz]


[ AUTOREN: „BR24 - Oliver Christa; Judith Zacher“ ]

22.02.2019, 20:58 Uhr

Erschütternder Bericht zu Missbrauch in Donauwörther Kinderheim

Ein Jahr nach BR-Berichten über Missbrauch im ehemaligen Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz hat eine Aufarbeitungskommission ihren Schlussbericht vorgelegt. Die anwesenden Betroffenen zeigten sich zufrieden: Man habe es hier wirklich ernst gemeint.

67 Seiten ist der Abschlussbericht zum Missbrauch im ehemaligen Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz stark. Belegt werden darin Vorfälle psychischer, physischer und sexueller Gewalt in der Einrichtung der katholische Kirche [ Siehe BR24 ( 21.02.2019 ) @ https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/papst-welt-erwartet-konkrete-massnahmen-gegen-kindesmissbrauch,RIhfhhx ]. Aufgeführt werden "Erziehungsmaßnahmen" wie Essenszwang, Trinkverbot und Einsperren in einen Kellerraum.

Sexueller Missbrauch durch Priester in Donauwörther Kinderheim

Ein Kapitel des Berichts widmet sich den sexuellen Missbrauchshandlungen durch Erzieherinnen sowie den Priester Max Auer [ Siehe BR24 ( 26.04.2018 ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/donauwoerth-ehemaliger-kinderheimleiter-schwer-belastet,QqFOUlB ]. Eine betroffene Frau und zwei betroffene Männer schildern, wie sie über Monate beziehungsweise Jahre hinweg massiv vom ehemaligen Leiter der katholischen Stiftung Cassianeum sexuell missbraucht worden sind. Sechs weitere Frauen berichten über sexuellen Missbrauch durch Mitarbeiter der Stiftung und ältere Heimkinder.

"Überbordende Gewalt" im katholischen Kinderheim Heilig Kreuz

In dem Bericht werden auch das Landesjugendamt und das örtliche Jugendamt kritisiert. Sie seien nicht hinreichend präsent gewesen. Auch das Versagen einer ehemaligen Lehrerin und eines Mitarbeiters des Jugendamts Lindau habe nicht unerheblich dazu beigetragen, dass der sexuelle Missbrauch durch den Priester Max Auer unentdeckt geblieben sei. Die Rede ist von "überbordender Gewalt", die in dem katholischen Kinderheim ungehindert geschehen konnte.

Ehemalige Heimkinder schilderten Erlebnisse in Donauwörther Kinderheim

14 ehemalige Heimkinder haben zu dem Bericht beigetragen. Sie hatten ihre Erlebnisse dem ehemaligen Vorsitzenden des Oberlandesgerichts München, Manfred Prexl, berichtet [ Siehe BR24 ( 21.08.2018 ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/missbrauch-in-donauwoerther-kinderheim-schmerzhafte-aufarbeitung,R1Fu3rh ]. Auch zwei Erzieherinnen waren befragt worden. Alle namentlich bekannten beschuldigten Personen sind jedoch bereits verstorben.

Hohe Säuglingssterblichkeit im Kinderheim Heilig Kreuz

Hinzu kamen Recherchen der Professorin und Historikerin Gerda Riedl. Diese ergaben, dass in den Jahren 1945 bis 1953 überdurchschnittliche viele Säuglinge in dem Heim der katholischen Kirche gestorben sind. Zurückzuführen sei das auf die "ungeeignete Unterbringung und einen eklatanten Mangel an Nahrungsmitteln", heißt es.

Was mit den vielen Fotos, die Max Auer den ehemaligen Heimkindern zufolge bei Ausflügen von den Kindern gemacht hat, geschehen ist, kam bei der Pressekonferenz nicht zur Sprache. Diese Fotos sollten die scheinbare heile Welt zeigen – von den dunklen Seiten des Lebens der Kinder im Heim, den Übergriffen oder den schrecklichen Zuständen wurde dagegen nichts dokumentiert.


Augsburgs Generealvikar Heinrich bei Vorstellung von Missbrauchsbericht erschüttert

Der Augsburger Generalvikar Harald Heinrich zeigte sich bei der Vorstellung des Missbrauchsberichts erschüttert. "Ich habe Kenntnis von abscheulichen Straftaten bekommen, die Frauen, Männer und auch ein Priester verübt haben, deren Auftrag der Schutz von Kindern war", so der Kirchenvertreter. Er räumte ein:

"Leider wurde auch schlicht weggeschaut." Generalvikar Harald Heinrich

Zur Präsentation des Missbrauchsberichts waren auch acht Opfer gekommen. Man habe es hier wirklich ernst gemeint – so ihr Fazit. Zwar sei die Behandlung der Thematik retraumatisierend. Aber dass ihnen nun geglaubt werde und dass alles schwarz auf weiß veröffentlicht werde, sei für sie sehr wichtig.

BR veröffentlichte Missbrauchsfälle im katholischen Kinderheim

Auch eine der beiden Schwestern, die die Aufklärung der Missbrauchsfälle in Gang gebracht hatten, war unter den Anwesenden in Augsburg. "Dafür habe ich jahrzehntelang gekämpft", erklärte sie. Viele ihrer Fragen seien beantwortet worden. Die beiden Schwestern hatten sich mit ihrer Geschichte an BR-Korrespondentin Judith Zacher [ Siehe BR24 ( 06.11.2018 ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/kinderschutzpreis-heldenherz-fuer-br-reporterin-judith-zacher,R8av9xl ] gewandt und die Fälle so öffentlich gemacht.

Gremium mit Missbrauchsopfern soll weitere Schritte einleiten

[ Siehe BR24 ( 06.03.2018 ) @ https://www.br.de/nachricht/schwaben/inhalt/missbrauchsopfer-aus-donauwoerth-kehren-wieder-zurueck-100.html und BR24 ( 25.04.2018 ) @ https://www.br.de/nachricht/schwaben/inhalt/augsburger-bischof-zdarsa-will-missbrauchsfaelle-in-donauwoerth-aufklaeren-100.html ]. Peter Kosak, der Vorsitzender der katholischen Stiftung Cassianeum dankte den Betroffenen für ihr Kommen. Er kündigte an, weiter den Austausch mit ihnen zu suchen. Mit der Veröffentlichung eines Dokumentes dürfe die Aufarbeitung nicht enden, so Kosak. Ein Gremium unter Beteiligung der Opfer soll weitere Schritte einleiten. Angedacht ist unter anderem, eine Gedenktafel am Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth anzubringen.

[ FOTO / BR24 VIDEO-LINK: Heilig Kreuz in Donauworth | Bild: © Bayerischer Rundfunk 2018 | Media: © BR/Judith Zacher --- Länge: 1 Min. und 49 Sek.: Betroffene selbst kommen hier zu Wort. --- Genau ein Jahr nach BR-Berichten über Misshandlungen im Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz legt heute die beauftragte Kommission ihren Schlussbericht vor. In dem Donauwörther Kinderheim wurden Kinder über Jahrzehnte Opfer von Gewalt und Missbrauch. ]

Missbrauch im ehemaligen Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz: Chronologie der Aufklärung --- © Bayerischer Rundfunk 2018

MEHR ZUM THEMA


Bericht zu Missbrauch in Donauwörther Kinderheim
[ Siehe BR24 ( 21.02.2019 ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/missbrauch-im-kinderheim-donauwoerth-schlussbericht-kommt,RIcpZ2n ]

Kinderschutzpreis "Heldenherz" für BR-Reporterin Judith Zacher [ Siehe BR24 ( 06.11.2018 ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/kinderschutzpreis-heldenherz-fuer-br-reporterin-judith-zacher,R8av9xl ]

Papst fordert "konkrete Maßnahmen" gegen Kindesmissbrauch [ Siehe BR24 ( 21.02.2019 ) @ https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/papst-welt-erwartet-konkrete-massnahmen-gegen-kindesmissbrauch,RIhfhhx ]

SENDUNG

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 21.02.2019 - 23:00 Uhr

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 02.03.2019 05:27

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Ich möchte hier noch einmal spezifisch und ganz besonders darauf hinweisen, dass, in allen vorhergehenden und noch kommenden Beiträgen hier in diesem Thread, mit der Subheading »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«, wir uns immer noch und auch weiterhin mit dem Thema: "Frei zur Verfügung stehendes Menschenmaterial" : "Uneingeschränkte und unkontrollierte Experimentation an Kindern und Jugendlichen in nachkriegsdeutschen Heimen und Anstalten" befassen:

Nachkriegsdeutschland / die Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – weder auf Landesebene, noch auf Bundesebene – verabschiedete für lange Zeit absichtlich keine gesetzlichen Regelungen bezüglich Menschenversuchen mit neuen Medikamenten und medizinischen Prozeduren. Pharmakonzerne nah und fern (d.h. im Inland und im Ausland) und Ärzte und Fachärzte vor Ort hatten freie Hand; sie durften machen was sie wollten.

Dies war, m.M.n., mitunter auch ein Neues Geschäftsmodel um nach Deutschlands Kriegsniederlage ungehindert Devisen einzutreiben und das Wirtsschaftswunder in WESTDEUTSCHLAND anzukurbeln und voranzutreiben.



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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 02.03.2019 23:46

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www.evangelisch.de ist ein Produkt des

Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH

Emil-von-Behring-Straße 3
60439 Frankfurt am Main

[ ……… ]

Das GEP ist das multimediale Kompetenzzentrum für die Evangelische Kirche in Deutschland, ihre Gliedkirchen, Werke, Einrichtungen sowie für die evangelischen Freikirchen und alle interessierten Unternehmen und Organisationen.


QUELLEN: https://www.evangelisch.de/impressum und https://www.evangelisch.de/inhalte/155279/28-02-2019/heimkinder-hephata-entschuldigt-sich-fuer-medizinischen-missbrauch?fbclid=IwAR2ymt79P7BbXlhDJKV-9tW2HFZOQ0hzSbNhxtHAhE8iS-YqOWAP8TqqXjo :

Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen und insbesondere in Bezug auf Heime auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. --- In dieser kirchlichen Stellungnahme hervorgehoben wird die Beteiligung und Teilhabe an dieser nachkriegsdeutschen Medizinischen Experimentation an Kindern und Jugendlichen des Hessischen Diakoniezentrums Hephata :

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[ FOTO: „© epd-bild/Andreas Fischer Denkmal vor der Kirche des Hessischen Diakoniezentrums Hephata für während der Zeit des Nationalsozialismus aus den Behindertenanstalten Hephata deportierte geistig Behinderte.“ ]

LANDESKIRCHEN

Heimkinder: Hephata entschuldigt sich für medizinischen Missbrauch

Das Hessische Diakoniezentrum Hephata hat um Entschuldigung dafür gebeten, dass in den Jahren 1950 bis 1975 Heiminsassen für Forschungszwecke missbraucht wurden.

28.02.2019 / epd

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Die insbesondere von dem ehemaligen Chefarzt Willi Enke und später von Werner Grüter vorgenommene sogenannte "Pneumencephalographie", die als schmerzhaft und gefährlich gilt, sei teilweise ohne diagnostische Notwendigkeit für zweifelhafte Forschungen angewendet worden, sagte Hephata-Vorstand Maik Dietrich-Gibhardt am Donnerstag in Schwalmstadt. Das habe eine Untersuchung des Gießener Medizinhistorikers Volker Roelcke bestätigt.

Bei dem Verfahren wird der Schädel mit Luft gefüllt, um dadurch bessere Röntgenbilder zu bekommen. Die Methode an sich sei zwar durchaus sinnvoll gewesen, sagte Roelcke. Sie sollte wegen der damit verbundenen Gefahren nach Empfehlungen jedoch nur sehr zurückhaltend angewendet werden.

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MEHR ZU HEIMKINDER

Artikel
Kirchenpräsident Jung bittet ehemalige Heimkinder um Verzeihung [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/153797/11-12-2018/kirchenpraesident-jung-bittet-ehemalige-heimkinder-um-verzeihung?kamp=b-012 ]

Artikel
"Manches Heim knüpfte nahtlos an die NS-Zeit an" [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet?kamp=b-012 ]

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Roelcke hatte rund 2.000 Akten von Patienten und Heimbewohnern aus den 1950er bis 1970er Jahren ausgewertet. Im Klinikbereich sei demnach unter Enke bei fast jedem zweiten Hephata-Patienten eine PEG erfolgt, ohne dass es hierfür einen diagnostischen Grund gegeben habe, sagte Roelcke. "Enke wollte herausfinden, ob Verhaltensauffälligkeiten organische Ursachen im Gehirn haben", erklärte er.


[ FOTO: „© epd-bild/Andreas Fischer Kirche des Hessischen Diakoniezentrums Hephata in Schwalmstadt-Treysa in Hessen.“ ]

Die genaue Zahl der von solchen Forschungen betroffenen Patienten ist nicht bekannt, weil viele Akten nicht mehr vorhanden seien, sagte Roelcke. 23 Fälle konnten jedoch namentlich identifiziert werden. "Die tatsächliche Zahl dürfte aber um ein Vielfaches höher liegen", sagte der Medizinhistoriker. Enke selbst habe in einem Beitrag für eine medizinische Fachzeitschrift, dessen Inhalt allerdings äußerst zweifelhaft sei, von rund 800 Fällen geschrieben.

Leseempfehlung

"Manches Heim knüpfte nahtlos an die NS-Zeit an" [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet ]

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat Schicksale von Heimkindern in der Nachkriegszeit aufgearbeitet. Petra Knötzele erzählt, wie rechtlos Kinder waren, wie sie ruhig gestellt wurden und wie Erwachsene mit Heimkinder-Biografie nach ihrer Kindheit forschen können.

Die Filmemacherin Sonja Toepfer, die im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau das Leiden von Heimkindern aufarbeitete, war bei ihren Recherchen auf entsprechende Hinweise gestoßen. Hephata hatte daraufhin Roelcke im Februar 2018 mit der Untersuchung beauftragt [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet ].

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Im Kirchsaal Hephata ist noch bis zum 6. März eine Wanderausstellung der EKHN über Heimkinderschicksale zu sehen, ergänzt durch eine weitere Ausstellung über die aktuellen Schutzkonzepte Hephatas. Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 16 Uhr.


THEMEN
Heimkinder [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/themen/heimkinder?kamp=b-013 ]
Nachkriegszeit [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/themen/nachkriegszeit?kamp=b-013 ]
Evangelische Kirche in Hessen Nassau [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/gliedkirchen-der-ekd/evangelische-kirche-hessen-und-nassau?kamp=b-013 ]
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 04.03.2019 08:06

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Menschenversuche

Die Rede ist hier von der Durchführung von, und Beteiligung und Teilhabe an, nachkriegsdeutscher medizinischer Experimentation an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in der Obhut des Staates – und vorwiegend auch in der Obhut der Kirchen (katholisch Kirche sowie auch evangelische Kirche) – in Heimen und Anstalten und Psychiatrien und Kliniken auf deutschem Boden.

Nachkriegsdeutsche Kinderfachabteilungen !

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenversuch :

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Menschenversuch

[ ……… ]

Deutsche Demokratische Republik [d.h. OSTZONE]

Ein groß angelegter Menschenversuch war das staatliche Zwangsdoping im DDR-Leistungssport. [ Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliches_Doping_in_der_DDR#Staatsplan ] Auch minderjährige Sportler wurden ohne ihr Wissen gedopt. Die Athleten erhielten nicht nur Dopingpräparate, sondern mussten auch ohne ihr Wissen Medikamente einnehmen, die nicht für den menschlichen Gebrauch freigegeben waren.[11], [12] Etwa 12.000 Sportler waren vom Zwangsdoping betroffen, bei etwa 2000 davon werden körperliche oder psychische Spätfolgen erwartet, mehrere Sportler sind in Folge der Schädigungen verstorben.

Bundesrepublik Deutschland [d.h. WESTDEUTSCHLAND]

Die Pharmazeutin Sylvia Wagner stieß 2016 in verschiedenen Fach-Zeitschriften und Firmen-Archiven auf Belege, dass in der Bundesrepublik Deutschland bis ca. 1975 in umfangreichem Maß Versuchsreihen mit nicht zugelassenen Medikamenten an Kindern und Jugendlichen unternommen wurden, und zwar ohne Zustimmung der Eltern, bzw. bei Kindern und Säuglingen ohne Erziehungsberechtigte, oft ihren jungen Müttern zwangsweise Entzogene, teils mit, teils ohne Zustimmung von Behörden. Verschiedene Landesjugendämter, z. B. In NRW, sowie Träger von Heimen für diesen Personenkreis haben für die Zukunft Aufklärung darüber angekündigt; einzelne Firmen, z. B. Merck haben bestätigt, dass sie noch über diesbezügliche Unterlagen im Archiv verfügen und bei der heutigen Forschung kooperieren wollen, andere Firmen nennen ihre Daten "nicht mehr auffindbar", z. B. Behringwerke , oder sie verweigern überhaupt Auskünfte; Wagner nennt an ihr bisher bekannten Firmen noch Janssen, Pfizer , Schering und Verla-Pharm Tutzing. Die Ärzte, die solche Versuchsreihen durchführten, sind kaum noch greifbar. Bisher namentlich bekannte Ärzte sind der schon in der Zeit des Nationalsozialismus einschlägig tätige Friedrich Panse, der NS-Arzt Hans Heinze in Wunstorf, sowie Franz Redeker, "Erbgesundheitsrichter" im Nationalsozialismus und späterer Präsident des Bundesgesundheitsamts. Der für seine Taten vor 1945 durchaus bekannte Panse, er hatte ständig Prozesse geführt, erhielt 1966 ausdrücklich Genehmigungen von NRW-Behörden für die Menschenversuche mit Neuroleptika an Wehrlosen im Heim „Neu-Düsselthal“.[13]

Wagners Untersuchungen, die zu einer Promotion führen sollen, sind noch nicht abgeschlossen. Sie stellt den Forschungsstand Ende 2016 so dar:

„Es war bundesweit gängige Praxis, den Minderjährigen Impfstoffe und Psychopharmaka zu verabreichen... Ich habe bisher Belege für mehr als fünfzig Versuchsreihen gefunden... Tausende Säuglinge und größere Kinder sind Opfer dieser Tests geworden.“
– SYLVIA WAGNER, PHARMAZEUTIN, NACH WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 21. OKTOBER 2016


Bei den belegbar Betroffenen handelte es sich um Heimkinder in schwieriger Lage, insbesondere in psychischer Hinsicht, oder Kinder ohne Familie. Politiker haben nach Wagners Vorab-Publikationen erklärt, dass vermutlich ein Entschädigungsfonds für die Opfer eingerichtet werden muss. In NRW sind als Täterorte bisher bekannt das Säuglingsheim "Kastanienhof" an der Petersstraße in Krefeld, Träger ist der "Krefelder Frauenverein für Kinder- und Altenfürsorge"; die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, die solche Menschenrechtsverstöße bereits eingeräumt haben; die Kinder- und Jugendpsychiatrie Süchteln, Träger LVR-Klinik Viersen; die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wunstorf unter dem SS-Mann Hans Heinze, heutiger Träger Klinikum Region Hannover, KRH; das Kinderheim Neu-Düsselthal aus dem Verbund der Graf Recke Stiftung, heute in Wittlaer gelegen, und das Franz Sales Haus in Essen.
Das
Bundesgesundheitsamt hat 1957 durch Redeker eine Versuchsreihe in einem Säuglingsheim in Auftrag gegeben, zum Test von nicht zugelassenen Pockenimpfstoffen mittels Rückenmarkspunktion an Babys.

[ ……… ]

Einzelnachweise


[11] Missbraucht für Medaillen - Doping und Menschenversuche im DDR-Sport. (Memento vom 20. Juni 2016 im Internet Archive) Auf: wdr.de, 30. Oktober 2015
[12] 10,5 Millionen für Doping-Opfer? Auf: faz.net vom 4. Oktober 2015
[13] Alle Angaben nach Westdeutsche Zeitung: Skandal um Arzneitests, von Michael Passon, 21. Oktober 2016, S. 1–3; sowie WDR1, WDR-aktuell: Bethel räumt Medikamenten-Versuche ein, 20. Oktober 2016

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Diese Seite wurde zuletzt am 8. Dezember 2018 um 20:49 Uhr bearbeitet.

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 05.03.2019 07:48

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Welche Menschenversuche fanden statt in Deutschland - und in den ihrerseits im Zweiten Weltkrieg eroberten Gebieten - zwischen 1933 und 1945 ??

Welche
Menschenversuche fanden statt auf deutschem Boden zwischen 1945 und 1976 ??

Konzentrieren wir uns,
was diese Menschenversuche betrifft, dann jetzt hier mal auf das Bundesland Niedersachsen :


QUELLE: NDR.de - NACHRICHTEN - NIEDERSACHSEN @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Studie-NS-Aerzte-machten-auch-nach-1945-Karriere,nsaerzte100.html :

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Stand: [Montag] 04.06.2018 22:07 Uhr - Lesezeit: ca. 2 Min.

Studie: NS-Ärzte machten auch nach 1945 Karriere

Sie waren Haupt- oder Mitverantwortliche an Massenmorden in der Nazi Zeit: Viele der damaligen Täter konnten nach dem Krieg weitestgehend ungestört und relativ schnell wieder Fuß fassen. Das galt besonders für Juristen und Ärzte. Das niedersächsische Sozialministerium hat die Nachkriegskarrieren von NS-Ärzten in der Psychiatrie untersuchen lassen. Heute wurden die Ergebnisse der Studie "Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945" vorgestellt.

Reimann: Staatliche Stellen haben versagt

Die mit der Untersuchung beauftragten Historiker der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) konnten dabei nachweisen, dass mehrere Ärzte, die im Nationalsozialismus am Mord von psychisch kranken und geistig behinderten Menschen beteiligt waren, nicht nur jahrzehntelang unentdeckt bleiben konnten, sondern auch Karriere machten. Viele dieser NS-Ärzte seien nach dem Krieg in führende Positionen in den Landesdienst gekommen oder hätten relativ ungestört in ihren Praxen weiter arbeiten können, schreiben die Wissenschaftler, in der am Montag vorgestellten Studie. Sozialministerin Carola Reimann (SPD) nannte dies "schockierend" und sagte, dass staatliche Stellen versagt hätten. Es sei daher umso wichtiger, dass diese Missstände nun aufgearbeitet und öffentlich gemacht würden, so die Ministerin.

MHH-Forscher nennen konkrete Beispiele

In der Studie nennen die MHH-Forscher auch konkrete Beispiele. Sie verweisen auf Psychiater Willi Baumert, Leiter der "Kinderfachabteilung" in Lüneburg, wie die Anstalt bei den Nazis hieß, um geistig-behinderte Kinder zu ermorden. In der Studie ebenfalls genannt wird der Psychiater Ernst Meumann, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Königslutter, eine Zwischenstation der sogenannten Gas-Mordanstalt Bernburg an der Saale. Zudem verweisen die Forscher auf Hans Heinze Senior, Leiter des Landeskrankenhauses Wunstorf. Er war während der Nazi-Zeit einer von zwei Gutachtern, die zwischen "lebenswerten und nicht-lebenswerten Kindern und Jugendlichen" unterschieden.

Studie wird fortgesetzt

Die Aufarbeitung soll weitergehen. Die Wissenschaftler wollen nun klären, warum die NS-Ärzte jahrzehntelang in ihren Praxen weiterarbeiten konnten und warum dies offenbar kaum jemanden gestört hat.

WEITERE INFORMATIONEN

Psychiatrie-Ärzte mit Nazi-Vergangenheit? [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Psychiatrie-Aerzte-mit-Nazi-Vergangenheit,landeskrankenhaeuser102.html ]

Welche Rolle spielten Chefärzte in den psychiatrischen Landeskliniken in der NS-Zeit - und welchen Einfluss hatten sie danach noch? Das will jetzt das Sozialministerium aufarbeiten. (18.10.2016) mehr [ Siehe unmittelbar vorhergehende
URL ]


Lüneburg gedenkt der Opfer der NS-Psychiatrie [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Lueneburg-gedenkt-der-Opfer-der-NS-Psychiatrie,gedenkfeier144.html ]

In Lüneburg wurden während des Dritten Reiches zahlreiche behinderte Menschen getötet. Am Sonntag wurde mit einer Gedenkfeier, an der rund 150 Menschen teilnahmen, an sie erinnert. (05.09.2016) mehr [ Siehe unmittelbar vorhergehende
URL ]


Dieses Thema im Programm:
Niedersachsen 18.00 | 04.06.2018 | 18:00 Uhr


DOWNLOADS

Abschlussbericht: NS-Psychiater nach 1945 [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/nsaerzte110.pdf (Umfang: insgesamt 73 Seiten]

Das Sozialministerium hat den weiteren Werdegang von einstigen NS-Ärzten nach 1945 untersuchen lassen. Lesen Sie hier den kompletten Abschlussbericht. Download (572 KB) [ Siehe unmittelbar vorhergehende
URL ]

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Siehe auch GERECHTE GESUNDHEIT @ https://www.gerechte-gesundheit.de/news/detail/studie-zur-beruflichen-karriere-von-ns-aerzten-nach-1945-vorgelegt.html (vom 20.06.2018) in :

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AUFARBEITUNG NATIONALSOZIALISMUS

Studie zur beruflichen Karriere von NS-Ärzten nach 1945 vorgelegt

[ ……… ]

Die medizinhistorische Studie Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945 hatte das Ministerium 2016 in Auftrag gegeben.
Sie ist eine von zwei medizinhistorischen wissenschaftlichen Arbeiten, mit denen das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in seinem Verantwortungsbereich stehende Vorgänge der Nachkriegszeit aufarbeiten lässt.
Erste Ergebnisse der zweiten Studie Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1976 werden 2019 erwartet.

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#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 24.05.2019 13:33, insgesamt 2-mal geändert.
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IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Ehemaliges Heimkind
 
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