Montessori-Pädagogik

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Montessori-Pädagogik

Beitragvon MelMO » 03.09.2004 21:51

Montessori-Pädagogik
...ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt.

Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.

Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen und in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:
das Kind in seiner Persönlichkeit achten, es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen, denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Freiarbeit
... ist das Kernstück der reformpädagogischen Bildung Montessoris. Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen. Das Montessori-Material, die kindgerechte Darstellung der Angebote und die gute Beobachtungsgabe des Erziehers helfen dem Kind dabei, sich für ein Angebot zu entscheiden.

Dann bestimmt das Kind weitgehend selbst den Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder lernen möchte.

Diese freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und nicht vom Erzieher gemacht wird. Jeder Besucher, der nicht mit der Montessori-Pädagogik vertraut ist, bewundert diese ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori.

Die Montessori-Erzieher
... verstehen sich als Helfer zur Entwicklung selbständiger Persönlichkeiten. Zur rechten Zeit sind ihre Worte und ihre Konsequenz gefragt. Sie sind sehr flexibel. Mit Geduld erklären sie den Gebrauch der Montessori-Materialien und unterstützen die Kinder, damit umzugehen. Sie bringen das Kind auch in Beziehung zur Ordnung in ihrer Umgebung.

Warum gibt es auch heute noch ungenügend viele Kindergärten und Schulen (außer Hauptschulen oder Schulen für Lernbehinderte)? Ich ärgere mich gerade schwarz, weil ich in unserem raum keinen einzigen Montessori-KiGa finde! Geschweige denn eine Schule (außer....)... :evil: :evil: :evil:
Viele Grüße

MelMO
MelMO
 
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Beitragvon toyfelchen » 16.09.2004 09:30

Hallo MelMo

Das gleiche Problem haben meine Mutter und ich im Moment auch.
Da mein Bruder vom Asperger Autismus betroffen ist, aber keinesfalls dumm ist, wäre das für ihn auch die perfekte Schule für ihn.
Allein aufgrund der Tatsache das die Klassenstärke viel kleiner ist.
Mein Bruder geht auf eine Gesamtschule mit Oberstufe. Noch dazu handelt es sich dabei um die größte Schule Hessens. Da heißt es einfach nur friss oder stirb. Wer nicht mitkommt, muss auf die Hauptschule.
Ich finde das in jeder größeren Gemeinde entweder eine Waldorf oder Montessori Schule vorhanden sein sollte.
Das würde vielen Kindern helfen. Nicht nur den von Lernbehinderung betroffenen.
Meine Mutter und ich haben wirklich schon überlegt ob wir nicht selber eine Schule gründen sollten.
Dann hätte man wenigstens auch einen Einfluss auf den Unterrichtsstoff.

Liebe Grüße
toyfelchen
 
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Monte-Kitas/ -Schulen

Beitragvon Carmen » 14.11.2004 21:57

Hallo ihr zwei!

Ich weiß zwar nicht wirklich, woher ihr kommt, aber es hört sich nach Hessen an. Liege ich da richtig? In Wiesbaden z. B. arbeiten alle städtischen Kitas nach Montessori und Freinet. Außerdem gibt es in Wiesbaden sowohl eine Montessori-Schule als auch eine Waldorfschule. Vielleicht hilft euch das ja doch ein wenig weiter?
Carmen
 

Mach doch selber ein Kinderhaus/Schule auf...

Beitragvon schulziski » 09.03.2006 15:48

...habe ich auch gemacht als ich nur nutzlos auf der überfüllten Warteliste einer anderen Montessori-Einrichtung stand. Ist gar nicht so schwer, wende Dich an die LAG - Landesarbeitsgemeinschaft freie Kinderarbeit in Frankfurt/M. und/oder den zuständigen Montessori-Landesverband.
Die meisten Leute brauchen 1 Jahr um ein Kinderhaus/Schule zu eröffnen.
Ist halt eine Menge Arbeit, aber vom jammern wirds halt nicht auch nicht besser...

LG

schulziski
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Beitragvon Dannyka75 » 29.06.2007 12:02

bei uns im Ort gibt es zwei Montessori Kitas und eine Schule... so unterschiedlich kann es sein....
Dannyka75
 
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