Tiergesützte Pädagogik, Interaktion und Förderung

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Tiergesützte Pädagogik, Interaktion und Förderung

Beitragvon angel41 » 24.01.2008 17:25

Hallo mein Name ist Angelika, ich bin Erzieherin in einem Internat für Jungs. Seit 3 Jahren arbeite ich mit meinem Hovawart-Rüden "Bruno" im Internat Tiergestützt. Inzwischen habe ich eine Zusatzausbildung zur Fachberaterin Tiergestützte Pädagogik, Interaktion und Förderung abgeschlossen. Hier mal für ein bischen Verständnis ein kleiner Auszug aus meiner Konzeptarbeit:
•Tiergestützte Interaktion und Pädagogik in der Kinder und Jugendarbeit
In der heutigen Zeit treffen und beschäftigen sich Kinder und Jugendliche nur noch relativ selten mit lebenden Tieren. Ihre Freizeit verbringen sie zumeist am PC oder vor dem Fernseher. Die wenigsten Kinder und Jugendlichen haben ge-lernt, für jemanden Verantwortung zu übernehmen. Hier setzt die tiergestützte Interaktion und Pädagogik an.
•Definition tiergestützte Interaktion / Pädagogik
Unter tiergestützter Interaktion / Pädagogik versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche wie für seelische Erkrankungen. Das Team Mensch - Tier fungiert hierbei als Einheit. Als Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wär-me und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedenste Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt.
In der tiergestützten Interaktion und Pädagogik versteht man alle Maßnahmen, bei denen mit dem gezielten Einsatz von Tieren positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen erzielt werden sollen.
Tiergestützte Interaktion/Pädagogik ist ein Zusammenspiel zwischen Tier, Klient, Tierbesitzer und eventuell Therapeut.
Tiergestützte Interaktion/Pädagogik bietet zudem die Möglichkeit, über den Hund als Vermittler mit dem Klienten in Verbindung zu treten. Der Hund steht dabei nicht im Vordergrund sondern dient als Mittel bzw. Medium für die angestrebte Kommunikation.
Wichtig dabei ist es, den Kontakt zwischen Hund und Kind/Jugendlichem zu för-dern, um dann dadurch mit ihnen eine gemeinsame grundlegende Basis zu schaffen.
Der Hund ist in der tiergestützten Interaktion/Pädagogik ein „Arbeitsgerät“ und sollte bzw. darf eigentlich nicht unbedingt im Vordergrund stehen.
Wer neugierig geworden ist kann sich gerne bei mir melden
:D
Mit einem Schweifwedeln kann ein Hund manchmal mehr Gefühl ausdrücken als ein Mensch mit vielen Worten.
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Beitragvon Fleur » 26.01.2008 11:12

Was für eine Ausbildung bekommt denn der Hund?
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Tiergesützte Pädagogik, interaktion und Förderung

Beitragvon angel41 » 29.01.2008 20:53

Kann hier nur von der Ausbildung meines Hundes berichten. Nicht alle erwarten vom Hund den Standard einer Begleithundeprüfung. Wobei ich finde das dies eine Grundveraussetzung sein sollte. Begleithundeprüfung heißt der Hund und der Hundeführer wird durch einen Prüfer geprüft(Sitz, Platz, Fuss, Bleib, Hier). Weiterer Bestandteil der Prüfung ist ein Wesenstest des Hundes und ein Sachkundenachweis des Hundeführers. Speziell für den Einsatz wurde mein Hund zusätzlich auf nonverbale Signale trainiert, d.h. er reagiert auf Gestik, Mimik, leise klickgeräusche usw.
Mit einem Schweifwedeln kann ein Hund manchmal mehr Gefühl ausdrücken als ein Mensch mit vielen Worten.
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Beitragvon Fleur » 30.01.2008 19:59

Danke :-)
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