Von heute auf morgen in eine " andere Welt"

Alles rund um das Thema Heil- und Sonderpädagogik

Moderator: Team

Von heute auf morgen in eine " andere Welt"

Beitragvon Gabriele65 » 17.10.2006 21:23

HALLO IHR DA DRAUßEN,

ich arbeite in einem integrativen Kiga. Wir haben 5 Tagesgruppen und es wird mit sehr viel Liebe und Kreativität gearbeitet. Bis vor 4 Wochen hatte ich eine eigene Kindergruppe im Alter von 2-3 Jahren, und war mit dieser Gruppe sehr glücklich. Aus internen Gründen musste ich mich von heute auf morgen, auch um meine Arbeit nicht zu verlieren, auf die Heilpädagogische Station (inkl. Ausbildung) wechseln. Erst erfreute mich diese Nachricht jedoch habe nach 4 Wochen noch immer ein Problem mit diesem Wechsel. Ich betreue jetzt nur Kinder die geistig und körperlich behindert sind und fühle mich in meiner Arbeit eingeschränkt da Erfolge mit den Kindern nicht fühlbar sind. Mir fehlen Emotionen wie Lachen und Weinen was für mich einen großen Teil im Umgang mit Kindern ausmacht.
Hinzu kommt das einige der Kinder ein sehr schlechtes Elternhaus haben und egal wie viel Kraft ich in diese Kinder investiere: Ein Wochenende wirft mich an die Anfänge zurück. Ich möchte es Lernen die Kinder zu verstehen und den Berufsaltag besser zu meistern. HELFT MIR !

VON EUCH ZU HÖREN WÄRE SCHÖN !
Gabriele65
 
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 20:46
Wohnort: Thüringen

Beitragvon Gürkchen » 22.10.2006 15:53

vielleicht hilft dir der Gedanke dass jede Stunde in deiner Obhut ne gute Stunde für die Kinder sein kann...

das sollte dich motivieren,... udn mit der Zeit wirst du bei den Kindern auch Reaktionen anstelle eines Lächelns feststellen können

Arbeitest du alleine in der Gruppe? Was meinen die Kollegen?
Gürkchen
 
Beiträge: 18
Registriert: 11.09.2006 13:27

Beitragvon FortunasTochter » 26.10.2006 19:39

Hallo! Ich bin ausgebildetet Heilerzieherin und arbeite seit einem halben Jahr in einer integrativen Gruppe in der Kindertagesstätte. Zuvor habe ich mit benachteiligten Jugendlichen gearbeitet. Die Umsetllung, jetzt mit kleinen Kindern zu arbeiten, war für mich auch enorm, und ich habe manchmal auch so meine Schweirigkeiten, aber ich finde die Kinder geben sehr viel zurück. Glaube mir- das wirst du so oder so auch bald sehen. Die Schritte sind oft kleiner und es dauert länger, aber umso enormer ist es dann. Welche Behinderungen leigen bei den Kindern denn vor? Das mit den Elternhäusern kenne ich nur zu gut. Ich weiß wirklich wovon du sprichst. Das wird sich auch in den jeweiligen Elternhäusern nie ändern. Aber ich finde, es ist doch mehr als schön, dass du wenigstens " verbindlich" für die Kinder da bist. Meld dich mal wieder, wie es dir mittlerweile ergangen ist! Bis bald! NINA
" Wenn du mit anderen ein Schiff bauen willst, so beginne nicht, mit ihnen Holz zu sammeln, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem großem weiten Meer." A.de Saint Exupery
FortunasTochter
 
Beiträge: 5
Registriert: 25.09.2006 19:37
Wohnort: bei Schwerin

Beitragvon Gabriele65 » 29.10.2006 17:25

Hallo Gürkchen, ich danke dir für deine liebe Antwort. Glaube mir, ich weiß, das die Liebe und Zuwendung gerade für diese Kinder besonders
wichtig ist und ich bin auch ein Mensch der schon Jahre in seinem Beruf aufgeht. Ich glaube, mein Problem ist das ich Jahre selbstständig arbeiten konnte, mit einer eigenen Kindergruppe, selber für die nächsten Tage planen konnte und auch Entscheidungen situationsbedingt treffen konnte. Hatte täglich Elterngespräche ,nun ist es so, das die Kinder über einen Fahrdienst ins Haus gebracht werden und man kaum Elternkontakte hat. Wir arbeiten in 3 Gruppenräumen, immer ein Heilpädagoge und ein Erzieher mit 4Kindern. Durch Krankheit fallen zur Zeit zwei Kollegen ganz aus, dadurch bin ich Springer zwischen den Gruppen und mache mit der einen Gruppe Frühstück und mit der anderen gehe ich ins Bett ,aber meine Chefin hat mir versprochen, das es kein Dauerzustand bleibt .Auch konnte ich mit ihr darüber reden ,das ich mich noch nicht so wohl fühle und das es vielleicht nicht s für immer ist und das ich meine Gruppe sehr vermisse .
Meine anderen Kollegen im Haus haben es wohl zum Teil belächelt, als ich weinend aus meiner ehemaligen Gruppe ging und waren froh das sie nicht so eine Entscheidung treffen mußten!!! Ich hatte keine Wahl und bin nur traurig, das ich im Vorfeld nicht wußte, was auf mich zukommt, und nun keiner versteht wie ich mich fühle. Aber ich denke, mit der Zeit werde ich mich auch einleben und mit der Ausbildung zum Heilpädagogen werde ich auch die Kinder besser verstehen und sollte es als Herausforderung sehen und so verbleibe ich jetzt !!! Liebe Grüße Gabriele
Gabriele65
 
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 20:46
Wohnort: Thüringen

Beitragvon Gabriele65 » 01.11.2006 20:05

Hallo Nina! Habe vielen dank für deine Antwort und möchte dir gleich antworten ,schön sich mit dir zu schreiben und vielleicht kann ich dich doch ab und zumal was fragen, wäre schön.!
Naja, ich hatte einen sehr schlechten Start und konnte mich innerlich gar nicht darauf einstellen, einerseits war ich glückllich meine Arbeit zu behalten und anderseits wurde mir bald schon bewusst ,das es ein ganz anderes arbeiten ist. Und manche Tage geht es mir damit gut und andere denke ich …oh man wieso ist es jeden Tag das gleiche. Wie du ja selber weist brauchen die Kinder regelmäßige Abläufe und sind auch nicht so belastbar wie andere Kinder in ihrem Alter! Ich habe viele Kinder, die einfach sehr schlechte Familienverhältnisse haben Zb;Eltern die trinken oder einfach wo es zu viele Geschwister sind und manche dann in Pflegefamilien irgendwann müssen ,da sie halb ausgehungert am Montag in die Einrichtung kommen ! Diese Kinder reden mit fast 3-4 Jahren nichts und man weiß irgendwie garnicht , wie man an sie ran kommt und das ist wohl auch so ein Problem bei mir ..Unsere schlimmen Fälle , 2 Kinder haben nur eine Niere und ein blindes Mädel von 2 Jahren und dann gibt es noch einen Jungen der an Artismus leidet , zum Glück haben sie gute Elternhäuser ! Alles ist ebend sehr schwierig und die einen wären glücklich ihr Kind wäre gesund und die anderen zerstören ihre Kinder! Ich denke, es wird immer schwerer in diesem Beruf zu arbeiten oder sagen wir mal so, das richtige,, Mittelmaß,, zu finden, um ihn ausführen zu können!!! Wie arbeitest du und was ist so dein Problem? Liebe Grüße Gabriele
Gabriele65
 
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 20:46
Wohnort: Thüringen

Beitragvon Buzzelche81 » 25.04.2008 19:49

Hallo Ihr Lieben!
Das ist heute mein erster Beitrag, hoffe ich bekomme das soweit hin.
Ich bin gelernte Erzieherin und arbeite in einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung. Ich finde es toll, welch Engagement ihr in Eurer Arbeit mit beeinträchtigten Kindern an den Tag legt. Solche Leute/Erzieherinnen brauchen wir. Ich erlebe in meiner Arbeit täglich, welche "unnötigen" Defezite unsere Bewohner in den lebenspraktischen Bereichen haben.
Buzzelche81
 
Beiträge: 1
Registriert: 24.04.2008 23:07


Zurück zu Heil- und Sonderpädagogik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste